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Erster BSE-Fall in Dänemark bestärkt Dringlichkeit für Tests und Forschung

Innerhalb von Tagen nach dem ersten Auftreten von boviner spongiformer Enzephalopathie (BSE) in Dänemark hat David Byrne, EU-Kommissar für Gesundheit und Verbraucherschutz, den europäischen Bürgern erneut versichert, daß sich die Kommission mit dem Problem BSE beschäftigt.
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Innerhalb von Tagen nach dem ersten Auftreten von boviner spongiformer Enzephalopathie (BSE) in Dänemark hat David Byrne, EU-Kommissar für Gesundheit und Verbraucherschutz, den europäischen Bürgern erneut versichert, daß sich die Kommission mit dem Problem BSE beschäftigt.
Auf einem Treffen mit dem dänischen Minister für Nahrungsmittel, Landwirtschaft und Fischerei Ritt Bjerregaard bekundete der Kommissar seine Absicht, die Vorschläge der Kommission für BSE-Tests auf Gemeinschaftsebene im März oder April dieses Jahres zu veröffentlichen. Diese Vorschläge sollen ein besseres Bild des Auftretens von BSE in den Mitgliedstaaten liefern. Dazu soll ein bestimmter Prozentsatz von Tieren obduziert werden, die in der EU unerwartet verendet sind.
In Frankreich, der Schweiz und Irland werden bereits derartige Maßnahmen durchgeführt. Die Europäische Kommission strebt jedoch eine Gesetzgebung zu BSE-Tests und "spezifiziertem Risikomaterial" (SRM) auf europäischer Ebene an.
Dänemark hat nun die Initiative ergriffen, um SRM von Rindern zu entfernen, und Kommissar Byrne bestärkt andere Mitgliedstaaten darin, das Gleiche zu tun.
Einige Mitgliedstaaten betrachteten die Vorschläge der Kommission noch immer mit Widerwillen, so Byrne. Er vertrete die Ansicht, der dänische Fall müsse diesen Ländern, die sich anscheinend weigern, vernünftige Maßnahmen für die öffentliche Gesundheit einzuführen, eine Lehre sein. Das SRM, zu dem Gehirn, Rückenmark, Eingeweide und Milz zählen, seien der größte Risikoträger für die Infizierung mit BSE und ein potentielles Risiko für das Auftreten der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit beim Menschen.
Im Vorfeld des Treffens der Landwirtschaftsminister im Mai/Juni erklärte Byrne, er werde sich voll für die in seinen Vorschlägen unterbreitete Entfernung von SRM einsetzen. Dann werden die Landwirtschaftsminister einen Standpunkt zu den von der Kommission vorgeschlagenen Sicherheitsmaßnahmen annehmen müssen. Die Kommission sei jedoch besorgt, daß die Mitgliedstaaten aus Angst vor den eventuellen Forschungsergebnissen nicht bereit sein könnten, ihre Vorschläge anzunehmen.

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