Forschungs- & Entwicklungsinformationsdienst der Gemeinschaft - CORDIS

Nationale Koordinierung in Lissabon gestärkt

Die portugiesische Ratspräsidentschaft bereitet derzeit ein Dokument vor, das die Rahmenbedingungen für eine "offene Koordinierung" nationaler Forschungsprojekte skizziert. Sie folgt damit einem Aufruf zu "Worte statt Taten" von José Mariano Gago, portugiesischer Wissenschafts...
Die portugiesische Ratspräsidentschaft bereitet derzeit ein Dokument vor, das die Rahmenbedingungen für eine "offene Koordinierung" nationaler Forschungsprojekte skizziert. Sie folgt damit einem Aufruf zu "Worte statt Taten" von José Mariano Gago, portugiesischer Wissenschafts- und Technologieminister, und Philippe Busquin, europäischer Kommissar für Forschung, auf dem informellen Treffen im Lissabon.
Das Dokument, das auch einen Zeitplan für seine Umsetzung enthält, soll dem Rat der Forschungsminister am 15. Juni vorgelegt werden. Sein Hauptziel ist es, eine bessere Koordinierung der nationalen Politik ohne zusätzliche Bürokratie und höhere Kosten zu garantieren.
In seinem Vortrag bei dem informellen Treffen betonte Herr Busquin die Notwendigkeit, sich so schnell wie möglich einem neuen europäischen Forschungsraum zu widmen, da Verzögerungen in bestimmten sich schnell verändernden Bereichen, z.B. der Biotechnologie, die Innovation gefährden könnten. Zur Unterstützung des Schutzes von Innovationen sei der Kommissar für Regionalpolitik Michel Barnier bereit vorzuschlagen, den rechtlichen Schutz von Erfindungen auf die Tagesordnung der zwischenstaatlichen Konferenz zu setzen.
Die Ansichten von Herrn Busquin wurden am zweiten Tag des Treffens von einigen anwesenden Nobelpreisträgern der Wissenschaft unterstützt. Wenn Europa nicht noch weiter hinter den USA und Japan zurückfallen wolle, seien eine öffentliche Finanzierung, der Abbau von Bürokratie, die Schaffung adäquater Infrastrukturen und die Einbeziehung von Industriepartnern von wesentlicher Bedeutung. Außerdem könnten eine bessere Vernetzung, die Schaffung echter Kontaktstellen und bessere Bedingungen für Forscher dazu beitragen, das Forschungsumfeld zu verbessern.

Verwandte Informationen

Programme

Folgen Sie uns auf: RSS Facebook Twitter YouTube Verwaltet vom Amt für Veröffentlichungen der EU Nach oben