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Dänisches U-Boot könnte im 21. Jahrhundert für die Offshore-Industrie von Nutzen sein

Ein dänisches Forschungs- und Produktionsunternehmen hat mit Unterstützung des Programms für Meereskunde und -technologie (MAST) der Europäischen Kommission ein völlig autonomes Roboter-U-Boot hergestellt.
Anfang März präsentierte das Unternehmen Maridan A/S im Rahmen der Vera...
Ein dänisches Forschungs- und Produktionsunternehmen hat mit Unterstützung des Programms für Meereskunde und -technologie (MAST) der Europäischen Kommission ein völlig autonomes Roboter-U-Boot hergestellt.
Anfang März präsentierte das Unternehmen Maridan A/S im Rahmen der Veranstaltung OI2000 in Brighton (Vereinigtes Königreich) den Prototyp seines autonomen Unterwasserfahrzeugs (autonomous underwater vehicle - AUV) in Originalgröße. Das U-Boot trägt den Namen "AUV MARIDAN 600". Das Unternehmen erhielt für seine Forschung Fördermittel im Rahmen des Vierten FTE-Rahmenprogramms der Europäischen Kommission. Ziel des Projekts war es, der stetig wachsenden Nachfrage der Offshore-Industrie nach Unterwasseruntersuchungen und effizienten, zuverlässigen und flexiblen Inspektionsgeräten von hoher Qualität und mit akzeptablen Anschaffungskosten gerecht zu werden.
AUV MARIDAN 600 wurde für Tiefen von bis zu 600 Metern entwickelt und ist das erste kommerziell genutzte Fahrzeug des dänischen Unternehmens.
Die Prototypen MARIUS (1991 - 1993) und MARTIN (1994 - 1997) legten bei Meeresversuchen mehr als 1000 km erfolgreich zurück. Vielversprechende Ergebnisse dieser Studien veranlaßten die Forscher von MARIDAN 1993 dazu, sich auf AUV als ihr einziges Produkt zu konzentrieren.
"Das europäische Forschungsprogramm war die Grundlage für die Schaffung herausragender AUV-Technologie in Europa", erklärte Jens Pind, Geschäftsführer von Maridan A/S.
MARIDAN 600 verfügt über ein Navigationssystem von hoher Genauigkeit, mit dem es vorprogrammierten Test-Routen folgen kann. Das U-Boot speichert die Daten, die es auf seiner Fahrt sammelt, auf einem Bordcomputer. Nach Abschluß der Untersuchung muß das Fahrzeug an die Oberfläche geholt werden, um die Batterie zu wechseln und die Daten zu übertragen. Es kann Fahrten mit einer Reichweite von 60 bis 120 km in zwölf bis 24 Stunden durchführen, abhängig davon, mit was für einem Batterietyp es ausgestattet ist.

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