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FuE-Daten eines Jahrzehnts

Die 1999er Ausgabe der Jahresstatistik von Eurostat für Forschung und Entwicklung und Patentanmeldungen im europäischen Wirtschaftsraum (EWR) enthält Daten über die Tätigkeiten eines Jahrzehnts. Die Statistiken zeigen die Trends und Strukturen von FuE im EWR.
Eurostat, das Sta...
Die 1999er Ausgabe der Jahresstatistik von Eurostat für Forschung und Entwicklung und Patentanmeldungen im europäischen Wirtschaftsraum (EWR) enthält Daten über die Tätigkeiten eines Jahrzehnts. Die Statistiken zeigen die Trends und Strukturen von FuE im EWR.
Eurostat, das Statistische Amt der Europäischen Union, stellt aufgrund der steigenden Nachfrage nach Informationen zum Stand der FuE in Europa Daten zur europäischen FuE zusammen. Soweit möglich, legt es nun die regionalen Daten für vier statistische Schlüsselindikatoren für FuE vor. Es handelt sich dabei um: staatliche Mittel für FuE, Ausgaben für FuE, FuE-Personal und europäische Patentanmeldungen.
"Die staatlichen Mittel für FuE sind ein wichtiger Indikator für FuE-Trends", so Eurostat. "1997 betrugen die Budgetzuweisungen in den Mitgliedstaaten des EWR insgesamt über 57,6 Milliarden Euro, während die Europäische Kommission weitere 2,6 Milliarden bereitstellte. Dieser Betrag ist in realer Rechnung ähnlich wie in den vergangenen drei Jahren, und die vorläufigen Zahlen für 1998 deuten ebenfalls auf ähnliche Werte hin."
Die Ausgaben für FuE sind um 4,6 Prozent gestiegen (was einem realen Anstieg von 2,3 Prozent entspricht), wobei ungefähr 137 Milliarden Euro in der EU für FuE aufgewendet wurden. Dies entspricht ungefähr 1,9 Prozent des Bruttoinlandsprodukts der EU und liegt damit weit unter den entsprechenden Werten für die USA und Japan, so die Verfasser des Berichts. Über 60 Prozent entfallen auf den Wirtschafts- und Unternehmenssektor, der Rest entfällt zu ungefähr gleichen Teilen auf den Sektor öffentliche Haushalte und den Hochschulsektor.
Die Anzahl der Beschäftigten im FuE-Sektor in der EU steigt weiterhin allmählich an. Die Zahlen von Eurostat zeigen, daß über 2,1 Millionen Wissenschaftler, Techniker und sonstiges FuE-Personal (meist im Wirtschafts- und Unternehmenssektor) in den Mitgliedstaaten beschäftigt sind - das entspricht gerade 1,27 Prozent der gesamten Arbeitskräfte in der EU.
Eurostat liefert auch Informationen über europäische Patentanmeldungen (EU-15) als Maßstab für Innovation, technologische Entwicklung und insbesondere für internationale Vergleiche des technologischen Wachstums.
"Seit 1990 ist die Zahl der EU-15-Patentanmeldungen jährlich um durchschnittlich 2,7 Prozent gestiegen und 1998 wurden knapp über 40.000 Patentanmeldungen von den EU-15 registriert", so Eurostat.
Weiterhin wird berichtet, daß Deutschland, Frankreich und das Vereinigte Königreich hinsichtlich EU-Patenten führend sind - sie machen 70 Prozent der EU insgesamt aus.
Die in diesem Bericht enthaltenen Informationen stützen sich auf Daten, die Eurostat von den Mitgliedstaaten, Island und Norwegen, der Generaldirektion Forschung, dem Europäischen Patentamt und der OECD zur Verfügung gestellt wurden. Die Verfasser haben den Inhalt nach Themen geordnet und liefern detaillierte Angaben für jeden Mitgliedstaat.
Die Statistiken sind gemeinsam mit dem Supplement "Statistics in Focus" (Statistiken im Brennpunkt) sowohl in gedruckter Form als auch auf CD-ROM mit Anmerkungen zur Methodik erhältlich.
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