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Envisat nimmt Gestalt an

Die Nutzlast- und Service-Module des bisher größten Umweltsatelliten "Envisat" der Europäischen Raumfahrtbehörde werden derzeit zusammengefügt und im Europäischen Zentrum für Raumfahrtforschung und -technologie (ESTEC - European Space Research and Technology Centre) in den Nie...
Die Nutzlast- und Service-Module des bisher größten Umweltsatelliten "Envisat" der Europäischen Raumfahrtbehörde werden derzeit zusammengefügt und im Europäischen Zentrum für Raumfahrtforschung und -technologie (ESTEC - European Space Research and Technology Centre) in den Niederlanden getestet.
Wenn die beiden Komponenten miteinander verbunden sein werden, hat der Satellit eine Standhöhe von über zehn Metern und ein Gewicht von über acht Tonnen. Ferner ist in ca. drei Monaten die Installation eines 15 Meter langen Solarzellengenerators für den Satellitenantrieb im All geplant. Damit mißt der Envisat dann 25 Meter.
"Der lang herbeigesehnte Moment ist gekommen, wenn wir unser Raumfahrzeug zu einem Ganzen zusammenfügen. Selbst die Ingenieure, die jahrelang daran gearbeitet haben, sind von der Größe und Komplexität des Satelliten beeindruckt", sagte der für den Bau des Envisat verantwortliche Leiter Peter Dubock.
In seiner Betriebsphase, die mindestens fünf Jahre dauern soll, würden die europäischen Wissenschaftler der Europäischen Raumfahrtbehörde (ESA) zufolge mit Hilfe von zehn Instrumenten auf dem neuesten Stand der Technik an Bord des Envisat neue Erkenntnisse über Erderwärmung, Klimaveränderung, Ozonabbau und Veränderungen der Meere, Eisschichten, der Vegetation und in der Zusammensetzung der Atmosphäre erhalten.
Der Satellit wird ferner einen hochentwickelten Radar mitführen, der anhand von Messungen der von seiner Oberfläche reflektierten Strahlung hochwertige Aufnahmen von der Erde produzieren wird.
Die Komponenten des Envisat wurden bereits einigen Härtetests unter extremen Temperaturen ausgesetzt. Im August wird der Satellit im Large European Acoustic Chamber (LEAF) akustischen Tests unterzogen. Im Herbst schließen sich dann Vibrationstests an, mit denen in der hydraulischen Rüttelanlage HYDRA geprüft werden soll, inwieweit der Satellit den beim Start auftretenden Schwingungen standhält.
Das Raumfahrzeug soll im Juni 2001 von der Weltraumrakete Ariane 5 aus gestartet werden.
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