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Verbesserung der Energieeffizienz in der EU

Drei Gruppen von Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz werden von der Europäischen Kommission jetzt nach Annahme eines Aktionsplans zur Verbesserung der Energieeffizienz in der Europäischen Union (EU) vorgeschlagen.
Marktbarrieren verhindern derzeit "die zufriedenste...
Drei Gruppen von Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz werden von der Europäischen Kommission jetzt nach Annahme eines Aktionsplans zur Verbesserung der Energieeffizienz in der Europäischen Union (EU) vorgeschlagen.
Marktbarrieren verhindern derzeit "die zufriedenstellende Verbreitung von energieeffizienten Technologien und die effiziente Energienutzung", so die Kommission. Jedoch könnten mehr als 18 Prozent des gegenwärtigen Energieverbrauchs in der EU eingespart werden. In dem Aktionsplan werden Strategien und Maßnahmen zur Überwindung oder Beseitigung dieser Barrieren dargestellt und die folgenden Maßnahmen genannt:
- Maßnahmen zur Verbesserung der Integration der Energieeffizienz in andere außerhalb der Energiepolitik und -programme liegende Bereiche der Gemeinschaft:
- - für die Effizienz des Verkehrs: freiwillige Abkommen über die Effizienz von Personenkraftwagen und verbesserte Verbraucherinformation einschließlich Auszeichnung durch Etiketten;
- - für Haushaltsgeräte, gewerblich genutzte und für sonstige Zwecke verwendete Geräte, einschließlich verbesserte Auszeichnung, ausgehandelte Abkommen und Standards;
- - für den Industrie- und Energietransformationssektor: koordinierte Aktionen auf EU-Ebene hinsichtlich langfristiger Abkommen über Industrie, und Maßnahmen zur Förderung von gemeinsamen Stromerzeugungs- und Energiediensten;
- - für Gebäude: eine ergänzte Richtlinie (93/76/EWG) mit besserer Energiezertifizierung, Isolationsstandards, Überwachung von Heizkesseln und "installierten Systemen".
- Horizontale Unterstützungsmaßnahmen zur Stärkung bereits bestehender erfolgreicher Gemeinschaftsmaßnahmen zur Energieeffizienz:
- - lokale und regionale Behörden und ähnliche Netze, neue Zuständigkeiten für die Durchführung des Aktionsplans;
- - Drittfinanzierung und ähnliche Systeme zur Verbesserung der Investitionen im Bereich der Energieeffizienz;
- - Informationskampagne auf EU-Ebene zum Start des Aktionsplans;
- - verbesserte Überwachung und Bewertung.
- Neue gemeinsame und koordinierte Strategien und Maßnahmen:
- - eine Initiative im Bereich des öffentlichen Auftragswesens;
- - eine Initiative hinsichtlich der gemeinsamen Beschaffung von Technologien;
- - Aktionen zu Energieaudits;
- - eine Initiative zu den besten Verfahrensweisen auf EU-Ebene.
Als die Kommission den Aktionsplan annahm, sprach Frau Loyola de Palacio, Vizepräsidentin der Europäischen Kommission und zugleich die für Verkehr und Energie zuständige EU-Kommissarin, über den bedeutungsvollen Beitrag des Energieaktionsplans zur Senkung der Kohlendioxid-Emissionen auf die Level, die im Rahmen des Kyoto-Abkommens von 1997 festgelegt wurden.
"Der Energieeffizienz-Plan ist ein neuer Schritt in der EU-Aktion zur Schaffung einer globalen und kohärenten Strategie, um die in Kyoto eingegangenen Verpflichtungen einzuhalten. Der sowohl ehrgeizige als auch realistische Ansatz sollte alle verschiedenen Akteure in die Lage versetzen, zu den gemeinsamen Bemühungen beizutragen."
Der europäische Aktionsplan wird allen relevanten europäischen Institutionen unterbreitet, auch dem am 30. Mai 2000 stattfindenden Energierat.

Fachgebiete

Energieeinsparung
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