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Fahren Sie auf der grünen Spur

Forschungskommissar Philippe Busquin warf am Montag einen Blick in die Zukunft, und zwar auf einen umweltfreundlichen Wagen, der dazu beitragen könnte, daß Europa einige seiner "grünen" Ziele erreicht.
Das "Brennstoffzellenfahrzeug" wurde in Tervuren (Belgien) ausgestellt, un...
Forschungskommissar Philippe Busquin warf am Montag einen Blick in die Zukunft, und zwar auf einen umweltfreundlichen Wagen, der dazu beitragen könnte, daß Europa einige seiner "grünen" Ziele erreicht.
Das "Brennstoffzellenfahrzeug" wurde in Tervuren (Belgien) ausgestellt, und Herr Busquin zeigte sich durch diese Entwicklung ermutigt. "Wir machen echte Fortschritte auf dem Weg zu einem Transportmittel, das den Komfort eines herkömmlichen Wagens mit absoluter Schadstofffreiheit verbindet", sagte er. Die Forschung auf dem Gebiet der Energie aus Brennstoffzellen wird seit 1988 von der Europäischen Kommission gefördert und dieser Fahrzeugprototyp stellt einen bahnbrechenden Fortschritt dar. Dies ist vor allem im Kontext des globalen Energiebedarfs von Bedeutung, welcher sich zwischen 2000 und 2030 voraussichtlich verdoppeln wird, während sich die Europäische Union gleichzeitig zur Verringerung der Treibhausgasemissionen verpflichtet hat.
Es wird jedoch allgemein zugegeben, daß noch einige Hindernisse aus dem Weg geräumt werden müssen, bevor der Wagen wirklich fertig ist. Er ist teurer als ein herkömmlicher Wagen, seine Betriebskosten sind höher, die Reichweite ist geringer und er wird mit Wasserstoff angetrieben, der brennbar und nicht frei erhältlich ist. Allerdings ist keine dieser Schwierigkeiten unüberwindlich; an den meisten wird derzeit gearbeitet, und es sind Fortschritte zu verzeichnen. Sollten alle diese Schwierigkeiten überwunden werden, wird das Ergebnis ein bequemer, umweltfreundlicher Wagen sein, der lediglich Wasserdampf ausstößt. Das Projekt erhält 28 Millionen Euro unter dem Fünften Rahmenprogramm der Europäischen Union für weitere Forschungsarbeiten.
Bereits abgeschlossene Forschungsarbeiten der Gemeinsamen Forschungsstelle (GFS) der EU in Ispra (Italien) deuten darauf hin, daß wasserstoffgetriebene Fahrzeuge nicht wesentlich gefährlicher als benzingetriebene Wagen sind.
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