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Brennstoffzellenforschung im Europäischen Forschungsraum

Brennstoffzellen gewinnen bei europäischen Forschungsvorhaben aufgrund der wichtigen Rolle, die sie voraussichtlich bei künftigen Projekten zur nachhaltigen Energie spielen werden, zunehmend an Bedeutung.

Die Europäische Kommission hat vor kurzem auf einer Konferenz in Brüsse...
Brennstoffzellen gewinnen bei europäischen Forschungsvorhaben aufgrund der wichtigen Rolle, die sie voraussichtlich bei künftigen Projekten zur nachhaltigen Energie spielen werden, zunehmend an Bedeutung.

Die Europäische Kommission hat vor kurzem auf einer Konferenz in Brüssel eine stärkere Unterstützung der Brennstoffzellenforschung angekündigt und auf ihre Möglichkeiten hingewiesen, zur Erreichung der Hauptziele der EU hinsichtlich Energieeinsparung und Verringerung der Umweltverschmutzung durch Kohlendioxidemissionen beizutragen.

Forschungskommissar Philippe Busquin äußerte sich in einer Rede über die Perspektiven für Brennstoffzellen in einem europäischen Forschungsraum wie folgt: "Brennstoffzellen stellen heute einen Schlüsselbereich dar. Sie sind äußerst vielseitig anzuwenden und verfügen über die nötige Flexibilität für den Übergang von einem hauptsächlich auf fossilen Energien basierenden System zu einem gemischtwirtschaftlichen System mit fossilen und nicht-fossilen Brennstoffen."

"Die Unterstützung der Europäischen Kommission für diese Technologie wird verstärkt, mit dem Ziel, eine schnelle Markteinführung europäischer Technologien zu erreichen, die den Bedürfnissen von Industrie und Privatpersonen gerecht werden, indem sie die beiden Hauptaspekte des Problems bewältigen: Kosten und Lebensdauer der Zellen sowie Auswahl des Brennstoffs."

Seit dem Beginn des Vierten Rahmenprogramms kamen der Brennstoffzellenforschung durchschnittlich 46 Millionen Euro pro Jahr zugute; 30 Prozent davon stammen aus Mitteln der Gemeinschaft. Diese an sich nicht unbeträchtlichen Beträge, führte Busquin weiter aus, machten jedoch nicht einmal die Hälfte der von den USA oder Japan für diesen Bereich aufgewandten Mittel aus.

Das Problem liege der Union am Herzen, so der Forschungskommissar, der sich für die Brennstoffzellenforschung als idealen Bereich für eine internationale Zusammenarbeit aussprach, wie in seiner Initiative für einen europäischen Forschungsraum besonders betont wird.

"Die Qualität unserer Forschungsteams und Ingenieure steht außer Frage", sagte er. "Es sind vor allem die Segmentierung unserer Anstrengungen und Ressourcen, die fehlende Verständigung zwischen einzelstaatlichen Forschungssystemen und die unterschiedlichen Verwaltungssysteme und Vorschriften, die den Kern des Problems bilden. Um der europäischen Forschung die nötigen Impulse zu geben, ist es von entscheidender Bedeutung, die Aufgliederung zu beseitigen und auf eine größere Kohärenz der europäischen Wissenschaft und Technik hinzuarbeiten.

Herr Busquin schlug die Einrichtung eines Netzwerks einzelstaatlicher und gemeinschaftlicher Forschungsprojekte vor, bei dem Leistungsbewertung eingesetzt wird, so daß die Mitgliedstaaten ihre Fortschritte messen können.

Er sagte den Brennstoffzellen eine bedeutende grenzüberschreitende Wirkung voraus und erklärte, die Auswahl der Brennstoffe und deren Auswirkung auf Energieerzeugungs- und -verteilungssysteme rechtfertige eine intensive Zusammenarbeit auf europäischer Ebene.

Dies könne auf zwei Arten erreicht werden, entweder durch die Öffnung einzelstaatlicher Forschungsprogramme für Forscher aus anderen Mitgliedstaaten oder durch die Einrichtung gemeinsamer Projekte, die auf gemeinschaftlicher oder einzelstaatlicher Ebene koordiniert werden.

Auch könne die Zusammenarbeit mit Drittländern gefördert werden, sagte er, wobei er auf Möglichkeiten für die Zusammenarbeit mit den USA bei der Brennstoffzellenforschung hinwies. Diese Möglichkeit existiert aufgrund eines Rahmenabkommens über die Zusammenarbeit zwischen der EU und den USA auf dem Gebiet FTE, das 1997 unterzeichnet wurde, sowie eines Übereinkommens für FTE-Zusammenarbeit im Energiebereich, das zur Zeit vorbereitet wird.

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