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MdEP fordern stärkere Betonung der Charta für Forscher im RP7

Am 3. Oktober hat der Ausschuss für Industrie, Forschung und Energie (ITRE) des Europäischen Parlaments Konsultationsberichte zu spezifischen Programmen des Siebten Rahmenprogramms (RP7) angenommen und dabei die Bedeutung der Europäischen Charta für Forscher und des Verhaltens...

Politikgestaltung und Leitlinien

Am 3. Oktober hat der Ausschuss für Industrie, Forschung und Energie (ITRE) des Europäischen Parlaments Konsultationsberichte zu spezifischen Programmen des Siebten Rahmenprogramms (RP7) angenommen und dabei die Bedeutung der Europäischen Charta für Forscher und des Verhaltenskodexes für die Einstellung von Forschern unterstrichen.

Die MdEP stimmten über drei Berichte ab: Ein Bericht über das Programm "Menschen", das sich Fragen des Mitarbeiterpotenzials und der wissenschaftlichen Laufbahn widmet, ein Bericht über das Programm, das von der Gemeinsamen Forschungsstelle (GFS) durchgeführt werden soll, und ein Bericht über das spezifische Programm der Europäischen Atomgemeinschaft (Euratom).

Bezüglich des Programms "Menschen" verabschiedete der Ausschuss mehrere Ergänzungen, die sowohl ein besonderes Augenmerk auf Maßnahmen zur Vereinbarung von Arbeit und Familie, einschließlich Teilzeit-Stipendien, fordern als auch die Mitgliedstaaten aufrufen, die Europäische Charta für Forscher und den Verhaltenskodex für die Einstellung von Forschern anzuwenden. Die MdEP erklärten auch, dass die Empfehlungen der Charta und des Verhaltenskodexes Eingang in das Programm "Menschen" finden sollten.

Die Charta und der Verhaltenskodex wurden im März 2005 von der Europäischen Kommission veröffentlicht. Sie gelten als wichtige Initiative im Rahmen der Bemühungen der EU, die Anzahl der Forscher in Europa sowie Wirtschaftswachstum und Beschäftigung zu steigern. Die Charta bezieht sich auf die Rollen, Verantwortlichkeiten und Rechte von Forschern und deren Arbeitgebern oder Geberorganisationen, während der Kodex die Einstellungspraxis verbessern soll, z. B. indem er den Auswahlprozess fairer und transparenter gestaltet und mehrere Möglichkeiten der Leistungsbewertung vorschlägt.

"Wir möchten damit gleiche Ausgangsbedingungen in der europäischen Forschung schaffen und den einzelnen Forschern dieselben Rechte und Pflichten zusagen, unabhängig davon, wo sie in der EU arbeiten", erklärte der EU-Kommissar für Wissenschaft und Forschung Janez Potocnik kürzlich gegenüber CORDIS-Nachrichten.

Die MdEP verabschiedeten darüber hinaus eine Ergänzung, die Maßnahmen zur Harmonisierung der Steuerregimes für Forscher fordert, damit die Mobilität der Forscher innerhalb der EU unterstützt wird.

Am 10. Oktober wird der Ausschuss über Berichte zu den Programmen "Ideen", "Kapazitäten" und "Zusammenarbeit" abstimmen.