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Unternehmen in der EU schließen F&E-Investitionslücke zu Wettbewerbern

Eine Erhebung der Europäischen Kommission hat ergeben, dass Unternehmen in der EU ihre Investitionen in Forschung und Entwicklung (F&E) erheblich erhöht haben, ein Trend, der - sollte er sich fortsetzen - Europa helfen könnte, die Investitionslücke zu anderen weltweiten F&E-Ak...

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Eine Erhebung der Europäischen Kommission hat ergeben, dass Unternehmen in der EU ihre Investitionen in Forschung und Entwicklung (F&E) erheblich erhöht haben, ein Trend, der - sollte er sich fortsetzen - Europa helfen könnte, die Investitionslücke zu anderen weltweiten F&E-Akteuren zu schließen.

Der "EU-Anzeiger für FuE-Investitionen der Industrie" untersuchte die F&E-Ausgaben von 2 000 europäischen und nichteuropäischen Unternehmen und fand heraus, dass diese Unternehmen im Jahr 2005 zusammen 371 Mrd. EUR investierten, sieben Prozent mehr als 2004.

Schlüsselt man die Zahlen auf, ist zu erkennen, dass europäische Unternehmen ihre F&E-Investitionen um durchschnittlich 5,3 Prozent erhöhten. Dies ist eine Verbesserung gegenüber 2004, als Investitionen zögerlich waren und das Wachstum um zwei Prozent sank. Laut der Erhebung könnten europäische Unternehmen den Abstand zu ihren Pendants außerhalb Europas aufholen: 2005 stiegen die F&E-Investitionen von Unternehmen außerhalb Europas um 7,7 Prozent.

Der Anzeiger zeigt außerdem, dass europäische Unternehmen ebenso stark in F&E investieren wie ihre Wettbewerber; 18 der 50 weltweit am meisten in F&E investierenden Unternehmen kommen aus Europa. Viele der in puncto F&E-Investitionen führenden Firmen gehören dem Automobilsektor und deren Zulieferern sowie der Arzneimittel- und IT-Hardwarebranche an. In Europa ist der deutsche Automobilhersteller DaimlerChrysler AG (DCX) mit Investitionen in Höhe von 5,6 Mrd. EUR in F&E im Jahr 2005 der größte F&E-Investor. Weltweit nimmt er Platz vier ein. Das Unternehmen ist in der Führungsriege jedoch gesunken - im Anzeiger des letzten Jahres war DaimlerChrysler weltweit der größte Investor in F&E.

Der EU-Kommissar für Wissenschaft und Forschung Janez Potocnik sagte zu den Angaben des Innovationsanzeigers, dass die aktuellen Zahlen sehr ermutigend seien. "Wenn dieser Trend anhält, können wir allmählich die F&E-Investitionslücke schließen. Ich hoffe, dass die europäischen Staats- und Regierungschefs auf ihrem Oktober-Gipfel in Lathi die Vorschläge der Kommission unterstützen, mit denen die Innovation in Europa noch stärker angekurbelt werden soll. Denn dies gäbe diesen positiven Entwicklungen noch mehr Schwung."