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ICES-Bericht: Hering- und Seehechtbestände in der Nordsee erholt, Dorsch und Plattfischbestände jedoch immer noch dezimiert

Der Bestand des norwegischen Herings hat wieder gesunde Ausmaße angenommen und der nördliche Seehecht kommt zurück, die Sandaal-, Sardellen- und Dorschbestände der Nordsee sind jedoch immer noch dezimiert, so ein Bericht des Internationalen Rats für Meeresforschung (ICES), der...

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Der Bestand des norwegischen Herings hat wieder gesunde Ausmaße angenommen und der nördliche Seehecht kommt zurück, die Sandaal-, Sardellen- und Dorschbestände der Nordsee sind jedoch immer noch dezimiert, so ein Bericht des Internationalen Rats für Meeresforschung (ICES), der am 20. Oktober veröffentlicht wurde.

Der Beratende Ausschuss für Fischereimanagement (ACFM) des ICES, der aus 22 internationalen Wissenschaftlern besteht, empfiehlt, 2007 höhere Fangmengen für den Hering (norwegischen Frühjahrslaicher) zuzulassen, da der Bestand in der Nordsee ein "nachhaltiges Niveau" erreicht habe.

Der nördliche Seehechtbestand scheint sich ebenfalls erholt zu haben, nachdem er in den 1990er-Jahren dezimiert worden war. Der ICES empfiehlt daher, 2007 etwas höhere Fangmengen zuzulassen.

Der Vorsitzende des ACFM Martin Pastoors sagte: "Es ist gut, dass vorsichtiges Wirtschaften die wertvollen Ressourcen des Meeres schützen und wiederherstellen kann. Der Heringsbestand (norwegischer Frühjahrslaicher) ist aufgrund einer vernünftigen Fischereistrategie auf einem hohen Niveau. Auch die offensichtliche Erholung des nördlichen Seehechtbestands ist ein positives Signal."

Andere Arten wie Dorsch, Sardelle und Sandaal sind jedoch noch dezimiert und der ICES empfiehlt Nullquoten für das nächste Jahr.

Der ICES fordert außerdem eine Reduzierung der Fangmengen von Scholle, Seezunge und Blauem Wittling und schlägt vor, dass keine Fangmengen für Haie zugelassen werden sollen, da die Bestände dezimiert seien.

Der EU-Kommissar für Fischerei Joe Borg begrüßte die "positiven Elemente" in dem ICES-Bericht: "Erstens hat es sich gezeigt, dass unser langfristiger Ansatz zur Bewirtschaftung der EU-Fischerei beginnt, Früchte zu tragen. Zweitens sehen wir, dass sich eine wachsende Beteiligung von Interessenvertretern an den Forschungstätigkeiten lohnt. Dies sollte uns alle ermutigen, noch entschlossener als bisher gegen den Bestandsrückgang in der Fischerei anzukämpfen und stufenweise unsere Ziele der nachhaltigen Dauererträge und des stabilen Fischereisektors zu verwirklichen."

Der Beratende Ausschuss für Fischereimanagement (ACFM) berät europäische Regierungen zu Fischfangquoten, um die Nordseebestände vor Überfischung zu schützen.

Der Fischereiausschuss der Europäischen Kommission wird nun den Bericht prüfen, bevor er seine Vorschläge für die TAC (zulässige Gesamtfangmengen) und Quoten für 2007 im Dezember vorbringt, damit sie auf dem Rat "Fischerei" im Dezember diskutiert werden können.