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Schweden veröffentlicht Plan für Forschungsinfrastruktur

Schweden hat seinen ersten langfristigen Plan für Forschungsinfrastruktur veröffentlicht. Der Leitfaden zur Infrastruktur des Schwedischen Forschungsrats wird die Grundlage für die Diskussion über Forschungsinfrastrukturen mit den schwedischen und ausländischen Geldgebern für ...

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Schweden hat seinen ersten langfristigen Plan für Forschungsinfrastruktur veröffentlicht. Der Leitfaden zur Infrastruktur des Schwedischen Forschungsrats wird die Grundlage für die Diskussion über Forschungsinfrastrukturen mit den schwedischen und ausländischen Geldgebern für Forschungsprojekte bilden.

"Meiner Meinung nach ist die wichtigste Funktion des Leitfadens zur Infrastruktur des Schwedischen Forschungsrats, einen breiten Überblick darüber zu geben, welche Initiativen notwendig sind, um den schwedischen Forschern Zugang zu den Schlüsselinstrumenten für künftige Spitzenforschung zu verschaffen", erklärt die Vorsitzende des Ausschusses für Forschungsinfrastrukturen des Schwedischen Forschungsrats Madelene Sandström.

Die Veröffentlichung des schwedischen Plans für Forschungsinfrastrukturen folgte unmittelbar auf die Veröffentlichung der so genannten europäischen Roadmap für Forschungsinfrastrukturen Anfang des Monats.

"Die beiden Dokumente ergänzen sich", erklärt Lars Börjesson, der an der Erstellung sowohl der europäischen als auch der schwedischen Roadmap beteiligt war. "Da die europäischen Vorschläge viel umfangreicher angelegt sind, kann sich Schweden nur an einigen der Kooperationsprojekte beteiligen."

Die Top-Priorität für Infrastrukturen in Schweden ist dem Dokument zufolge, bereits genehmigte Infrastrukturen umzusetzen. Dazu gehören das Atacama Large Millimeter Array (ALMA), das das weltweit größte Teleskop sein wird und an dem sich Schweden über die Europäische Südsternwarte (ESO) beteiligt. Ein weiteres Projekt in dieser Kategorie ist das MAX-Lab an der Universität Lund, ein Synchrotron-Strahlenlabor für fortgeschrittene Materialwissenschaften in verschiedenen Disziplinen.

Priorität erhalten auch Projekte, für die innerhalb eines Jahres eine Entscheidung über die Beteiligung Schwedens getroffen werden muss, zum Beispiel die so genannte European Spallation Source (ESS).

Genau wie die europäische Infrastruktur-Roadmap stellt auch die schwedische Roadmap weder eine endgültige Liste der Projekte noch eine Finanzierungszusage dar. Der Schwedische Forschungsrat plant, den Bericht jährlich zu aktualisieren. Die nächste Ausgabe ist für Mitte 2007 vorgesehen. Vorher wird der Schwedische Forschungsrat prüfen, inwieweit in Schweden Interesse an den in der europäischen Roadmap für Forschungsinfrastrukturen vorgeschlagen Infrastrukturen besteht.

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