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Mehr Sicherheit für Trinkwasser in ganz Europa

Im Rahmen eines neuen europäischen Projekts soll die Qualität des Trinkwassers in Europa verbessert werden, indem mehr Kenntnisse über Mikroorganismen in Trinkwasser und die von ihnen verursachten Erkrankungen gesammelt werden.

Verunreinigtes Trinkwasser wird häufig mit ärme...

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Im Rahmen eines neuen europäischen Projekts soll die Qualität des Trinkwassers in Europa verbessert werden, indem mehr Kenntnisse über Mikroorganismen in Trinkwasser und die von ihnen verursachten Erkrankungen gesammelt werden.

Verunreinigtes Trinkwasser wird häufig mit ärmeren Entwicklungsländern in Verbindung gebracht, doch die Qualität des Trinkwassers in vielen europäischen Ländern lässt oft zu wünschen übrig.

"Wir gehen davon aus, dass kontaminiertes Trinkwasser mehr Krankheiten verursacht, als man bisher vermutet hat", so Dr. Manfred Höfle vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung, Koordinator des neuen Projekts "Healthy Water", das unter dem Sechsten Rahmenprogramm (RP6) der EU gefördert wird. Es gibt noch viele Wissenslücken in Bezug darauf, welche Mikroorganismen sich im europäischen Trinkwasser befinden und welche Erkrankungen des Menschen sie auslösen können.

"Wir bestimmen nur die Zahl einer Bakterienart - Escherichia coli", erläuterte Dr. Höfle. "Über den Gehalt an anderen Bakterien, an Viren oder sogenannten Protozoen, also tierischen Einzellern, wissen wir damit aber gar nichts."

Dr. Höfle und seine Kollegen haben bereits erfolgreich einen "Aqua-Chip" zum Nachweis bakterieller Erreger im Wasser entwickelt. Nun möchten die Projektpartner den Chip auch empfindlich für Protozoen und Viren machen.

Darüber hinaus werden die Forscher eine epidemiologische Studie durchführen, um Faktoren zu identifizieren, die auf Zusammenhänge von Infektionen und unsauberem Trinkwasser hinweisen. "Solche strukturierten Daten liegen in Europa bisher noch nicht vor", bemerkte Dr. Höfle. "Wir versprechen uns davon Hinweise darauf, auf welche Erreger wir bei der Chip-Entwicklung ein besonderes Augenmerk legen müssen."

Die Projektpartner hoffen, mit ihrer Forschungsarbeit einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der Trinkwasserqualität in Europa leisten und die Belastung durch Erkrankungen des Menschen aufgrund von verunreinigtem Trinkwasser in Europa reduzieren zu können.

Länder

Österreich, Deutschland, Spanien, Frankreich, Ungarn