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Großbritannien und die USA planen weltweites Wissenschaftsportal

Großbritannien und die USA werden gemeinsam an der Entwicklung eines weltweiten Wissenschaftsportals arbeiten, über das der Internetzugriff auf wissenschaftliche Informationen aus zahlreichen Ländern ermöglicht werden soll. Das Portal soll science.world getauft werden und auf ...
Großbritannien und die USA werden gemeinsam an der Entwicklung eines weltweiten Wissenschaftsportals arbeiten, über das der Internetzugriff auf wissenschaftliche Informationen aus zahlreichen Ländern ermöglicht werden soll. Das Portal soll science.world getauft werden und auf dem US-amerikanischen Portal science.gov aufbauen.

Nach Aussage eines Sprechers des US-Energieministeriums sind "alle renommierten Länder, die internetbasierte wissenschaftliche Informationssammlungen verbreiten und im Geiste des Abkommens eine Partnerschaft gründen möchten" eingeladen, sich an dem Projekt zu beteiligen.

Vertreter zahlreicher Länder, darunter China, Deutschland, Finnland, Frankreich, Kanada, Portugal, die Russische Föderation und Südkorea, nahmen am internationalen Treffen teil, in dessen Rahmen Großbritannien und die USA das Abkommen zur Gründung des Wissenschaftsportals science.world unterzeichneten.

"Es ist an der Zeit, die wissenschaftlichen Beiträge aller Länder in einem weltweiten Portal zugänglich zu machen", erklärte Raymond Orbach, Unterstaatssekretär für Wissenschaft des US-Energieministeriums. "Unser Ziel ist es, die gemeinsame Nutzung von Wissen auf weltweiter Ebene zu beschleunigen. Wir sind überzeugt, dass dadurch auch die Wissenschaft selbst vorangetrieben wird."

Funktionen und Ziele des Wissenschaftsportals Science.world:
- Suche nach verstreuten, elektronischen Sammlungen aus verschiedenen wissenschaftlichen Fachbereichen;
- Bereitstellung einer direkten, nahtlosen und freien Suche nach Open-Source-Sammlungen und -Portalen;
- Weiterentwicklung bestehender und bereits erfolgreicher nationaler Suchmodelle;
- Ergänzung bestehender Informationssammlungen und -systeme;
- Erhöhung der Präsenz und der Verwendung von einzelnen Quellen mit qualitativen wissenschaftlichen Informationen.

Einige europäische Länder verfügen bereits über ihre eigenen nationalen Online-Bibliotheken. Die dänische elektronische Forschungsbibliothek (DEFF) verbindet Forschungs- und Fachbibliotheken, um ein Netzwerk aus elektronischen und anderen Informationsquellen bereitzustellen. Das französische Wissenschaftsportal bietet Zugang zu wissenschaftlichen und fachspezifischen Informationen. Die Benutzer erhalten Zugang zu einer Datenbank, zu externen Bildungs- und Forschungsseiten und einem Datenverzeichnis mit wissenschaftlichen Quellen, die nach Thema, Art der Quelle und Zielgruppen geordnet sind.

Die deutsche Website Vascoda stellt Inhalte von wissenschaftlichen Partnerbibliotheken und fachspezifischen Zentralbibliotheken sowie von Bibliotheken mit Abteilungen, die auf Fachliteratur aus den Bereichen Ingenieur- und Naturwissenschaften, Medizin- und Biowissenschaften, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften sowie Religions- und Kulturwissenschaften ausgerichtet sind, zur Verfügung.

Quelle: US-Energieministerium

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