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Erste Plenarsitzung der "Europäischen Wissenschafts- und Technologieversammlung"

Am 6. September 1994 hat der für Forschung und Bildung zuständige Kommissar Professor Antonio Ruberti die erste Plenarsitzung der "Europäischen Wissenschafts- und Technologieversammlung" in Brüssel eröffnet. Die von der Kommission eingerichtete Versammlung soll ihr bei der Ums...
Am 6. September 1994 hat der für Forschung und Bildung zuständige Kommissar Professor Antonio Ruberti die erste Plenarsitzung der "Europäischen Wissenschafts- und Technologieversammlung" in Brüssel eröffnet. Die von der Kommission eingerichtete Versammlung soll ihr bei der Umsetzung der Forschungs- und technologischen Entwicklungspolitik (FTE-Politik) der Union zur Seite stehen. Einhundert hochrangige Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Industrieforschung in Europa sind vertreten, darunter sechs Nobelpreisträger.

Zahlreiche hochgestellte Entscheidungsträger der nationalen Forschungseinrichtungen und der Gremien der europäischen wissenschaftlichen Zusammenarbeit sind ebenfalls vertreten. Schon die bloße Existenz der Versammlung dürfte zu einer leichteren und besseren Koordinierung sämtlicher Forschungstätigkeiten in Europa beitragen. Der Beratungsauftrag der Versammlung bezieht sich auf die FTE-Tätigkeit der Europäischen Union. Da sind zunächst einmal die Ausarbeitung und Abwicklung der großen Kooperationsprogramme der Union zu nennen. Hier erwartet die Kommission von der Versammlung, daß sie an der Festlegung des wissenschaftlichen Inhalts dieser Programme mitwirkt und über die Sachdienlichkeit der gewählten Themen wacht. Die Versammlung soll die Kommission ferner in ihrem Bemühen unterstützen, Überlegungen und Diskussionen über Wissenschaft und Technologie auf europäischer Ebene zu fördern.

Die Versammlung wird einen zwanzigköpfigen "Vorstand" wählen, außerdem einen Vorsitzenden und zwei Stellvertreter. Ferner muß sie ihre "Geschäftsordnung" annehmen und aus ihren Reihen die ersten Arbeitsgruppen bilden, die Stellungnahmen zum wissenschaftlichen Inhalt der noch zu verabschiedenden spezifischen Programme des Rahmenprogramms (1994-1998) ausarbeiten sollen. Solche Stellungnahmen werden von der Versammlung auf Ersuchen der Kommission abgegeben. Die Versammlung hat aber auch die Möglichkeit, von sich aus Arbeitsgruppen zu bilden und Stellungnahmen zu Themen abzugeben, die für Wissenschaft und Technik in Europa von Interesse sein könnten.

Die Kommission hat die Mitglieder der Versammlung aufgrund von Vorschlägen ernannt, die die großen europäischen Wissenschafts- und Industrieforschungseinrichtungen abgegeben hatten, darunter die Europäische Wissenschaftsstiftung, die Academia Europea, die Vereinigungen der nationalen Akademien der Wissenschaften ALLEA und EURO-CASE, die Europäische Rektorenkonferenz, die EIRMA (Europäische Industrie-Forschungsvereinigung), der Beratende Ausschuß der Kommission für industrielle Forschung und Entwicklung IRDAC. Die 27 derzeitigen Mitglieder des CODEST-Ausschusses, der bis Ende 1994 seiner Arbeiten zum Programm "Mensch und Mobilität" fortführen wird, sind ebenfalls in die Versammlung aufgenommen worden.

Quelle: Europäische Kommission, Dienst des Sprechers
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