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Arbeitsplanung für das Programm ACTS

Mit dem Programm ACTS (Advanced Communications Technologies and Services) unternimmt die Europäische Kommission erhebliche Anstrengungen zur Unterstützung vorwettbewerblicher Forschungs- und Entwicklungsarbeiten auf dem Feld der Telekommunikation. Der Zeitrahmen wird bestimmt ...
Mit dem Programm ACTS (Advanced Communications Technologies and Services) unternimmt die Europäische Kommission erhebliche Anstrengungen zur Unterstützung vorwettbewerblicher Forschungs- und Entwicklungsarbeiten auf dem Feld der Telekommunikation. Der Zeitrahmen wird bestimmt vom Vierten Rahmenprogramm der Europäischen Gemeinschaft im Bereich der Forschung, technologischen Entwicklung und Demonstration(1994-1998). Nach umfassender Rücksprache mit der Industrie wurde beschlossen, die Arbeit in ACTS auf die Festigung der europäischen Stärken bei der digitalen Breitbandkommunikation (IBC) zu konzentrieren und effektives Netzmanagement sowie das Angebot von Dienstleistungen in einem vielschichtigen, wettbewerbsfähigen Kommunikationsumfeld zu ermöglichen.

Das Programm plant die Mitfinanzierung von F&E-Vorhaben im Vorfeld von Wettbewerb, Normung und Regulierung, und zwar in folgenden Bereichen:
- interaktive digitale Multimediadienste;
- Photoniktechnologie (Optoelektronik);
- Hochgeschwindigkeitsnetze;
- Mobilität und personenbezogene Kommunikationsnetze;
- Intelligenz in Netzen und Dienste-Engineering;
- Qualität, Sicherheit und Schutz von Kommunikationsdiensten und -systemen;
- bereichsübergreifende Maßnahmen.

Die Arbeiten sollten v.a. die Entstehung digitaler Multimediadienste und integrierter optoelektronischer Systeme begünstigen und koordinieren, wobei der Augenmerk auf deren flächendeckenden Einsatz in Europa ab dem Jahr 2000 gerichtet ist; zu den Aufgaben zählt auch die Erarbeitung der technischen Grundlagen für die Bereitstellung "gläserner Autobahnen" (volloptische Netze). Die Arbeiten sollen für Mobilität in ortsfesten Netzen und in modernen Funk- und Satellitensystemen in ganz Europa sorgen; besondere Bedeutung wird dabei dem Benutzerzugriff in öffentlichen und privaten Netzen beigemessen. Ferner sollen Techniken entwickelt und demonstriert werden, die Integrität, Vertraulichkeit und Verfügbarkeit von Informationen in integrierten Netzen gewährleisten.

Bereichsübergreifende Maßnahmen sind den Herausforderungen der Informationsgesellschaft gewidmet und stellen sicher, daß der Zugang zur neuen Informations- und Kommunikationsinfrastruktur auf breitester Basis ermöglicht wird.

In allen Bereichen spielen Benutzergruppen mit gemeinsamen Bedürfnissen eine Führungsrolle. Sie stellen sicher, daß die FTE-Arbeiten bedarfsorientiert erfolgen, technische Entwicklungen auf Schlüsselbereiche der europäischen Wirtschafts- und Sozialentwicklung ausgerichtet sind und Entwicklungsvorhaben rasch auf Veränderungen des wirtschaftlich-sozialen Umfelds bzw. auf wissenschaftliche Entdeckungen und Durchbrüche reagieren.

Ein zentraler Bestandteil des ACTS-Programms wird das sogenannte "National Host"-Konzept sein: Bereiche in denen sich ein Vorgehen auf nationaler Ebene anbietet, werden von einem "National Host" abgedeckt, der vom jeweiligen Mitgliedstaat benannt wird. Dieser Host stellt eine Plattform bzw. einen Prüfstand für Betriebsversuche bereit und ermöglicht damit die Durchführung von ACTS-Projekten.

Weitere Einzelheiten sind der Ratsentscheidung im Amtsblatt zu entnehmen (ABl. Nr. L 222 vom 26.8.1994).

Quelle: Europäische Kommission, GD XIII/B
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