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Aktionsprogramm der Gemeinschaft zur Gesundheitsförderung, Aufklärung, Erziehung und Ausbildung

Die Europäische Kommission hat einen "Vorschlag für einen Beschluß des Europäischen Parlaments und des Rates über ein Aktionsprogramm der Gemeinschaft zur Gesundheitsförderung, Aufklärung, Erziehung und Ausbildung im Zuge des Aktionsrahmens im Bereich der Volksgesundheit" verö...
Die Europäische Kommission hat einen "Vorschlag für einen Beschluß des Europäischen Parlaments und des Rates über ein Aktionsprogramm der Gemeinschaft zur Gesundheitsförderung, Aufklärung, Erziehung und Ausbildung im Zuge des Aktionsrahmens im Bereich der Volksgesundheit" veröffentlicht.

Das Aktionsprogramm soll eine Laufzeit von fünf Jahren haben (1. Januar 1995 bis 31. Dezember 1999). Während dieser Zeit sollen unter anderem folgenden Tätigkeiten ausgeführt werden:

- Gesundheitsaufklärung

. Bemühungen um die Verbesserung des Wissens über relevante psychosoziale Mechanismen sowie über Methoden und Techniken der Gesundheitsaufklärung; Förderung der Ergebnisauswertung;

. Meinungsumfragen zu verschiedenen Aspekten der Gesundheitsförderung (Eurobarometer) und Unterstützung bei der Vorbereitung und Bewertung gezielter Aufklärungskampagnen;

. Unterstützung einer europäischen Infrastruktur für die Aufklärung und Dokumentation über Volksgesundheit und Gesundheitsförderung.

- Gesundheitserziehung

. Förderung der Gesundheitserziehung in Schulen sowie Unterstützung geeigneter Gesunheitserziehungsprogramme, Lehrmittel und Module; Förderung von Demonstrationsprojekten und innovativen Maßnahmen; Zusammenarbeit mit WHO und Europarat;

. Unterstützung von Maßnahmen zur Gesundheitserziehung am Arbeitsplatz;

. Unterstützung von Gesunheitserziehungsprojekten für Jugendliche und Heranwachsende, die nicht mehr zur Schule gehen.

- Berufsbildung im Bereich Volksgesunheit und Gesundheitsförderung

. Bestandsaufnahme und Bewertung der diesbezüglichen Ausbilungseinrichtungen und Ausbildungsgänge sowie Erstellung eines europaweiten Verzeichnisses; Förderung der Zusammenarbeit; Konzipierung gemeinsamer Ausbildungskurse;

. Förderung der Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten hinsichtlich der Inhalte der Ausbildungskurse und -aktivitäten für Fachpersonal, Verwaltungspersonal und andere;

. Unterstützung von Ausbildungsmaßnahmen in Schulen für Lehrer, Erzieher und sonstiges Personal; Entwicklung von Modulen und Lehrmaterial.

- Spezifische Maßnahmen zur Gesundheitsförderung und zur Prävention

. Unterstützung integrierter Maßnahmen und Projekte für benachteiligte oder gefährdete Personen und bestimmte geographische Gebiete;

. Untersuchung der Rolle einer ausgewogenen Ernährung als gesunheitsschützende Maßnahme; Förderung innovativer Maßnahmen im Zusammenhang mit der Prävention von Herz-Kreislauf- und ähnlichen Erkrankungen;

. Unterstützung in den Bereichen: Anwendung von Arzneimitteln und Selbstmedikation, und zwar in Zusammenarbeit mit Allgemeinmedizinern und Apothekern.

- Strategien und Strukturen der Gesundheitsförderung

. Studien und vergleichende Analysen über Strukturen und Strategien sowie Bewertung dieser Politiken; Förderung und Ausbau der Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten;

. Unterstützung von Netzen nationaler oder regionaler Einrichtungen, die für die Gesundheitsförderung zuständig sind.

Der Vorschlag sieht ferner vor, daß die EU die Zusammenarbeit mit Drittländern und internationalen Einrichtungen fördert, einschließlich der Weltgesundheitsorganisation. EFTA-Staaten und die mittel- und osteuropäischen Länder sollen sich ebenfalls an den Programmvorhaben beteiligen können.

Quelle: Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften
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