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Wie man Verkehrssünder besser kontrollieren kann

Autofahrer aufgepasst! Danke moderner Technologie kann man nicht mehr so leicht rasen oder ohne Gurt fahren, ohne dabei erwischt zu werden. Das Gerät, mit dem solche Vergehen vereitelt werden sollen, stammt aus dem Projekt ASSET-ROAD ("Advanced safety and driver support for es...

Autofahrer aufgepasst! Danke moderner Technologie kann man nicht mehr so leicht rasen oder ohne Gurt fahren, ohne dabei erwischt zu werden. Das Gerät, mit dem solche Vergehen vereitelt werden sollen, stammt aus dem Projekt ASSET-ROAD ("Advanced safety and driver support for essential road transport"), das mit 6,15 Mio. EUR aus dem Themenbereich "Verkehr (einschließlich Luftfahrt)" des Siebten Rahmenprogramms der EU (RP7) finanziert wurde, um mehr Sicherheit auf den Straßen zu gewährleisten und die Unfälle aufgrund von Verkehrsdelikten zu vermindern. Das finnische technologische Forschungsinstitut VTT (Technical Research Centre of Finland) entwickelte als Partner von ASSET-ROAD dieses neuartige Gerät, mit dem auch Abstände zwischen Fahrzeugen gemessen, Verkehrsemissionen berechnet und Straßenbedingungen bewertet werden können. Die Produktion eines Teils der Ausrüstung soll nach 2011 beginnen. In einer Erklärung des VTT heißt es, die Ausrüstung baue auf automatischer Kameraüberwachung und auf drahtloser Netzwerktechnologie auf und eine ihrer besten Eigenschaften sei, dass sie auf einer mobilen Anhängereinheit Platz findet. Damit könnte die Polizei den Verkehr überwachen und Verkehrssünder gerecht und systematisch bestrafen. Die gesammelten Informationen werden in einer Datenbank gespeichert, die gemeinsam von der Polizei, von Umweltbehörden und Straßenämtern genutzt wird. Behörden der südfinnischen Stadt testeten das System und ermöglichten der Polizei das Gerät versuchsweise einzusetzen. Die Forscher wollen die Versuchsausrüstung so entwickeln, dass sie den Anforderungen der Polizei so gut wie möglich genügt. Die Anforderungen der finnischen Polizei fasste Jarmo Puustinen von der staatlichen Verkehrspolizei so zusammen: politischer Wille; gute Ausrüstung für eine bessere Effizienz; Zusammenarbeit mit Herstellern und Nutzern ("Entwürfe von Straßen und Autos gehen Hand in Hand"); Mobilität als eine Funktion von Sicherheit ("keine Sicherheit, keine Funktionalität"). Jarmo Puustinen machte darauf aufmerksam, dass die meisten Menschen auf Europas Straßen aufgrund von Rasen, Trunkenheit am Steuer und Fahren ohne Gurt ums Leben kommen. Die Datenbank wird mithilfe technologischer Lösungen und Firewalls geschützt. Den Forschern zufolge werden Bilder automatisch vernichtet, wenn sie älter als ein Monat sind oder keinerlei Verkehrsvergehen zeigen. Nach Ablauf der Testphase wird die Überwachungstechnologie vom Testanhänger auf Polizeifahrzeuge übertragen, die vollständige Technologie soll in drei Jahren marktreif sein. Den Angaben vom VTT zufolge testet ASSET-ROAD das Gerät an vier Standorten (Deutschland, Frankreich, Österreich und Finnland), wobei für die Tests in Finnland rund 270.000 EUR veranschlagt sind. In Deutschland wird die integrierte Sicherheit getestet, während in Frankreich satellitengestützte (GNSS, global navigation satellite systems) Sicherheitsanwendungen entwickelt werden, in Österreich arbeitet man an einem Testmodul für Forschung Entwicklung (FuE). Das VTT arbeitet zusammen mit der staatlichen Verkehrspolizei und dem örtlichen Serviceanbieter Emtele Oy an der Entwicklung der finnischen Testausrüstung. "Unser Hauptziel besteht darin, der Verkehrspolizei bei der Überwachung des Verkehrs zu helfen, insbesondere in Hinsicht auf das Tragen von Gurten sowie auf die Einhaltung von Geschwindigkeitsbeschränkungen und Sicherheitsabtständen zum Vordermann", erklärte Dr. Matti Kutila vom VTT. "Damit fördern wir die Sicherheit auf den Straßen." Dem Konsortium von ASSET-ROAD gehören 19 Partner (Forschungsinstitute, Universitäten, Industrieunternehmen sowie kleine und mittlere Unternehmen) aus 10 EU-Mitgliedstaaten sowie aus Indien und Tansania an.

Länder

Finnland, Indien, Tansania