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Neue Task Forces legen Prioritäten bei Forschungsvorhaben gemeinsamen industriellen Interesses fest

Bürgernahe Gestaltung der Forschungspolitik, Unterstützung der Industrie in dem Bestreben, den Bedürfnissen der Bürger besser gerecht zu werden: Dieses zweifache Anliegen veranlaßte Edith CRESSON (Kommissarin für Forschung, allgemeine und berufliche Bildung), Martin BANGEMANN ...
Bürgernahe Gestaltung der Forschungspolitik, Unterstützung der Industrie in dem Bestreben, den Bedürfnissen der Bürger besser gerecht zu werden: Dieses zweifache Anliegen veranlaßte Edith CRESSON (Kommissarin für Forschung, allgemeine und berufliche Bildung), Martin BANGEMANN (Kommissar für Industrie, Telekommunikation und Informationstechnologien) und Neil KINNOK (Kommissar für das Verkehrswesen), sich zusammenzuschließen, um die Entwicklung der Technologien zu fördern, die sowohl die Lebensqualität unserer Gesellschaft als auch die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie bestimmen werden. Dabei handelt es sich um:

* das Auto von morgen,

* multimediale Lernprogramme,

* das Flugzeug der neuen Generation,

* Impfstoffe und Viruserkrankungen,

* den Zug der Zukunft,

* Intermodalität im Verkehr.

Für jedes dieser Themen ist eine Task Force zuständig, die die Kompetenzen und Ressourcen der betreffenden Kommissare miteinander verbindet und den Auftrag hat, Projekte von industriellem Interesse zu entwickeln. Die Bildung der Task Forces wurde auf der Ratstagung der Forschungsminister am 10. März offiziell angekündigt. Blieben noch die zuständigen Personen zu benennen und vor allem ihre Aufträge genau zu definieren, was mittlerweile geschehen ist. Alle Task Forces haben inzwischen ihre Arbeit aufgenommen. Initiativen, sowohl der Mitgliedstaaten als auch des FTE-Rahmenprogramms und anderer europäischer Programme sind im Bestreben nach Kohärenz zu ermitteln und zusammenzuführen. Zu beachten ist, daß derzeit nur 13 % der öffentlichen Forschungsmittel für europäische Kooperationsprojekte aufgewendet werden; der Rest (87 %) fließt in rein nationale Programme. Daraus ergibt sich unnötige und kostspielige Doppelarbeit.

Die Aufgabe der Task Forces besteht zunächst darin, die Lage zu analysieren, eine Bestandsaufnahme der laufenden Aktionen in den jeweiligen Bereichen zu machen und aufgrund einer intensiven Konsultation der Industrie die Prioritäten für die Forschungsarbeiten zu setzen. Daraufhin werden Kombinationen der aus den spezifischen Programmen des 4. FTE-Rahmenprogramms ausgewählten Projekte vorgeschlagen. Schließlich können die im Vertrag über die Europäische Union vorgesehenen, bislang jedoch nicht in Anspruch genommenen Instrumente eingesetzt werden: Artikel 130 k, der die Durchführung von Zusatzprogrammen gestattet, an denen sich nur bestimmte Mitgliedstaaten beteiligen, Artikel 130 l, der die Mitwirkung der Gemeinschaft an FTE-Programmen mehrerer Mitgliedstaaten vorsieht, sowie Artikel 130 n, demzufolge die Gemeinschaft gemeinsame Unternehmen gründen kann.

Schließlich ist darauf hinzuweisen, daß die Liste der Task Forces noch nicht vollständig ist: Weitere können zu einem späteren Zeitpunkt zur Bearbeitung von Themen wie umweltfreundliche Technologien oder Anwendungen der Informationsgesellschaft gebildet werden.

Einzelheiten zu den Task Forces sind in der RTD-News-Datenbank den Beiträgen unter den jeweiligen RCN-Nummern zu entnehmen:

- Multimediale Lernprogramme (RCN 4288);

- Das Auto von morgen (RCN 4289);

- Das Flugzeug der neuen Generation (RCN 4290);

- Impfstoffe und Viruserkrankungen (RCN 4291);

- Der Zug der Zukunft (RCN 4292);

- Intermodalität im Verkehr (RCN 4293).

Quelle: Europäische Kommission, Dienst des Sprechers
EN

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