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Kommission billigt Strukturfondsprogramme für Ziel-2- und Ziel-6-Gebiete in Finnland

Auf Vorschlag von Monika Wulf-Mathies, dem für Regionalpolitik zuständigen Kommissionsmitglied, genehmigte die Kommission am 21. Juni 1995 die Strukturfondsprogramme für Ziel 2 und 6 in Finnland.

Mit dem Programm für Ziel 2 werden sechs Industriegebiete im Süden und Westen Fi...
Auf Vorschlag von Monika Wulf-Mathies, dem für Regionalpolitik zuständigen Kommissionsmitglied, genehmigte die Kommission am 21. Juni 1995 die Strukturfondsprogramme für Ziel 2 und 6 in Finnland.

Mit dem Programm für Ziel 2 werden sechs Industriegebiete im Süden und Westen Finnlands unterstützt. Hier handelt es sich um dünn besiedelte Gebiete, in denen traditionell die Schwerindustrie dominierend war und angesichts einer Arbeitslosenrate von 23% durch Diversifizierung neue Arbeitsplätze geschaffen werden müssen. Dementsprechend werden ungefähr 50% der öffentlichen Mittel für die Unternehmensentwicklung, 21% für die Humanressourcen, 28% für Umwelt, Infrastruktur und Fremdenverkehr und der Rest für technische Hilfe aufgewendet.

In den zwei Jahren des Bestehens des Programms werden insgesamt 179 Mio. ECU an öffentlichen Mitteln (69 Mio. ECU davon von der EU) ausgegeben. 80% der EU-Mittel stammen aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und 20% aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF). Für den Zeitraum 1997-199 wird ein neues Programm aufgelegt.

In den Ziel-6-Gebieten, die den gesamten nördlichen Teil und einen Großteil des Ostens des Landes ausmachen, leben 16,6% der Bevölkerung auf 60% des Staatsterritoriums. Mit dem Strukturfondsprogramm soll das Problems des Verbleibens dieses Bevölkerungsteils in den abgelegenen Gebieten des Landes angesichts des Problems angegangen werden, daß der Anteil von Landwirtschaft und öffentlichem Dienst am Beschäftigungspotential weiter abnimmt.

Daher richtet sich das Hauptaugenmerk auf Bereiche mit guten Wachstumsaussichten, wie beispielsweise Forstwirtschaft und Fremdenverkehr sowie bereits etablierte Zweige der Hochtechnologie auf Gebieten wie Umwelt, Energie, arktische Technologie und Telekommunikation.

Ein Großteil des Programms richtet sich allerdings auf die Gewährleistung von Einkommen aus landwirtschaftlicher Tätigkeit und die Sicherung des Strukturwandels in diesem Sektor. Das Programm für Ziel 6 hat eine Laufzeit von fünf Jahren (1995-1999) und sieht Ausgaben aus Mitteln der öffentlichen Hand in Höhe von 991 Mio. ECU vor, von denen 460 Mio. ECU von der EU aufgebracht werden.

Ungefähr 31% der Mittel gehen in die Unternehmsentwicklung, 18% werden für die Humanressourcen und 50% für Landwirtschaft, Forstwirtschaft, ländliche Entwicklung und Umwelt aufgewendet. Der restliche Betrag ist der technischen Hilfe vorbehalten. Die Mittel aus den einzelnen Fonds schlüsseln sich wie folgt auf: 37,6% aus dem EFRE, 23% aus dem ESF, 38,6% aus dem Europäischen Ausrichtungs- und Garantiefonds für die Landwirtschaft und 0,8% aus dem Finanzinstrument der Fischereiausrichtung.

Es wird erwartet, daß die Kommission ihre endgültige Zustimmung noch vor Mitte Juli geben wird, womit Finnland das erste der drei neuen Mitglieder würde, für das Strukturfondsprogramme gebilligt werden. Die Umsetzung kann sofort nach der Unterzeichnung beginnen.

Quelle: Europäische Kommission, Dienst des Sprechers
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