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Cannes: Europäischer Rat verlangt stärkere Investitionen in Forschung und Entwicklung

Vom 26.-27. Juni 1995 tagten in Cannes (F) die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union. Sie erörterten unter anderem folgende Themen: Forschung und Entwicklung, KMU-Politik und Wettbewerbsfähigkeit, Aus- und Weiterbildung sowie die Entwicklung der Informationsgesell...
Vom 26.-27. Juni 1995 tagten in Cannes (F) die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union. Sie erörterten unter anderem folgende Themen: Forschung und Entwicklung, KMU-Politik und Wettbewerbsfähigkeit, Aus- und Weiterbildung sowie die Entwicklung der Informationsgesellschaft.

In seinen Schlußfolgerungen hob der Europäische Rat hervor, daß sowohl auf einzelstaatlicher als auch auf Gemeinschaftsebene stärker in Forschung, Entwicklung und Bildung investiert werden müsse. Er betonte außerdem, daß zur Stimulierung von Beschäftigung, Wettbewerbsfähigkeit und Innovation die Reglementierungsauswüchse dort bekämpft werden sollten, wo eine Vereinfachung gerechtfertigt sei.

Der Rat unterstrich ferner die entscheidende Rolle der mittelständischen Unternehmen (KMU) bei der Schaffung von Arbeitsplätzen und der Wahrung sozialer Stabilität und wirtschaftlicher Dynamik. Er ersuchte die Kommission, einen Bericht über die Strategien auf diesem Gebiet vorzulegen; darin sollten Mittel und Wege aufgezeigt werden, wie sich deren Wirksamkeit insbesondere durch steuerliche Maßnahmen verbessern lasse. Denkbar wären Maßnahmen, die die Gründung von KMU zu förderten, sie administrativ entlasteten und ihre Teilnahme an Ausbildungs- und Forschungsprogrammen erleichterten.

Präsident Santer wiederholte den Willen der Union, die Entwicklung der Informationsgesellschaft voranzutreiben, wobei darauf geachtet werde, daß sie nicht zum "Luxusspielzeug der Reichen" verkomme. Er betonte die Entwicklung potentieller Wachstumsbereiche (z.B. Multimedia) und die Beschäftigungsmöglichkeiten, die sich aus der Förderung der Informationsgesellschaft ergeben könnten.

Santer nahm auch zu den Plänen der Kommission Stellung, ein Weißbuch über Aus- und Weiterbildung zu erstellen. Er unterstrich die Notwendigkeit eines klaren und konsequenten ordnungspolitischen Rahmens auf diesem Gebiet.

Der Rat begrüßte das politische Einvernehmen über die Erneuerung des MEDIA-Programms (Fortbildung, Projektentwicklung und Vertrieb), das dazu beitragen werde, den freien Verkehr europäischer audiovisueller Werke in der Gemeinschaft zu verbessern und die internationale Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Programmindustrie zu stärken. Der Europäische Rat nahm die Absicht der Kommission zur Kenntnis, ihm bis zum Jahresende einen Beschlußvorschlag für ein Finanzinstrument vorzulegen, das im Rahmen der finanziellen Vorausschau eine Garantie für die Produktion europäischer audiovisueller Werke leiste.

Quelle: Europäische Kommission, Dienst des Sprechers
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