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COPERNICUS 1994: gemeinsame Forschungsprojekte und konzertierte Aktionen

Das Programm COPERNICUS soll die wissenschaftlich-technische Zusammenarbeit mit den Länder Mittel- und Osteuropas (MOE) fördern. 1992-1993 wurden fünf verschiedenartige Sonderaktionen in Angriff genommen, und zwar unter dem Namen PECO-COPERNICUS 92/93: Stipendien, Unterstützun...
Das Programm COPERNICUS soll die wissenschaftlich-technische Zusammenarbeit mit den Länder Mittel- und Osteuropas (MOE) fördern. 1992-1993 wurden fünf verschiedenartige Sonderaktionen in Angriff genommen, und zwar unter dem Namen PECO-COPERNICUS 92/93: Stipendien, Unterstützung für Kongresse und wissenschaftliche Netze, gemeinsame Projekte und schließlich Hilfen zur Beteiligung an COST-Projekten und den fünf Programmen des 3. Rahmenprogramms, die den MOE-Ländern offenstanden.

1994 wurde die Unterstützung wissenschaftlicher Netze (sog. konzertierte Aktionen) und gemeinsamer Aktionen unter dem Titel COPERNICUS 1994 weitergeführt, die Hilfen zur Beteiligung an den "offenen" Programmen des 3. Rahmenprogramms unter dem Titel PECO 1994.

Die Ziele von COPERNICUS:

- bessere Verbundforschung und Entwicklung und stärkere wissenschaftlich-technische Zusammenarbeit in ganz Europa;

- verstärkter Technologietransfer zum gegenseitigen Nutzen der MOE-Länder und der EU;

- größere Forschungskapazität und neue Ausrichtung der Forschung auf die sozioökonomischen Bedürfnisse der MOE-Länder;

- Transfer und Entwicklung von Wissen und Technik zur Sanierung der Wirtschaft;

- engere Beziehungen zwischen großen und kleinen Industrieunternehmen, Forschungseinrichtungen und Hochschulen inden betreffenden Ländern.

Zweierlei Maßnahmen werden vom Programm unterstützt:

- gemeinsame Forschungsprojekte, in denen multinationale Teams vorwettbewerbliche Forschung und Entwicklung betreiben und gemeinsame Ergebnisse in besonderen Forschungsbereichen erzielen können;

- konzertierte Aktionen in Forschungsnetzen und sonstigen Teams, die gemeinsame langfristige Technologieziele verfolgen und ihre Aktivitäten eng aufeinander abstimmen.

Soeben hat die Kommission die Ergebnisse von COPERNICUS 1994 veröffentlicht, und zwar unter dem Titel "COPERNICUS 1994: Funded joint research projects and concerted actions". Dieser Bericht bietet einen Überblick über die Ergebnisse des Aufrufs zu Vorschlägen.

Beteiligen konnten sich alle natürlichen und juristischen Personen aus den Mitgliedstaaten der Europäischen Union sowie den Ländern Albanien, Bulgarien, Tschechien, Estland, Ungarn, Litauen, Lettland, Polen, Rumänien, Slowakei und Slowenien. Einrichtungen aus den Neuen Unabhängigen Staaten der ehemaligen Sowjetunion (NUS) waren ebenfalls zugelassen, obwohl in diesem Fall besondere Vereinbarungen galten.

Insgesamt trafen 1.629 Vorschläge ein, davon 162 zu konzertierten Aktionen und 1.467 zu gemeinsamen Forschungsprojekten. Nach Begutachtung wurden 220 Vorschläge angenommen, wofür insgesamt 67 Mio. ECU erforderlich sind.

Der Bericht enthält Zusammenfassungen der ausgewählten Projekte, die nach den folgenden Forschungsbereichen eingeteilt wurden:

- Informationstechnik (24% der Fördermittel);

- Kommunikationstechnik und Telematikanwendungen (19%);

- Fertigung, Produktion, Verarbeitung und Werkstoffe (28%);

- Messen und Prüfen (13%);

- Agro- und Nahrungsmittelindustrie (8%);

- Biotechnologie (8%).

Quelle: Europäische Kommission, GD XIII
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