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EU und USA bereiten transatlantischen Handelsdialog vor

Bei den jüngsten Erörterungen über die Ausgestaltung des transatlantischen Handelsdialogs haben Vertreter der europäischen und amerikanischen Wirtschaft einen entscheidenden Schritt zur Erweiterung und Vertiefung der bilateralen Beziehungen getan.

Die Idee zum transatlantisch...
Bei den jüngsten Erörterungen über die Ausgestaltung des transatlantischen Handelsdialogs haben Vertreter der europäischen und amerikanischen Wirtschaft einen entscheidenden Schritt zur Erweiterung und Vertiefung der bilateralen Beziehungen getan.

Die Idee zum transatlantischen Handelsdialog wurde 1994 vom amerikanischen Handelsminister Ronald Brown geboren und im Februar 1995 von Brown und den EU-Kommissaren Brittan und Bangemann in mehreren Sitzungen vertieft. Der Dialog soll beiderseitige Industriekontakte fördern und Industrievertretern Gelegenheit geben, ihre Vorstellungen von der künftigen Zusammenarbeit in Handel und Industrie zwischen der EU und den USA zu erörtern.

Die Vorbereitungssitzung fand in Brüssel statt; dazu eingeladen hatten die beiden Generaldirektoren der Europäischen Kommission Horst Krenzler (GD I - Außenwirtschaftsbeziehungen) und Stefano Micossi (GD III - Industrie) sowie der amerikanische Commerce Under-Secretary Jeffrey Garten. Etwa 50 amerikanische und europäische Vertreter aus der Welt der Industrie und des Handels nahmen an der Sitzung teil.

Die Sitzung widmete sich den Kernfragen der besseren wirtschaftlichen Zusammenarbeit. Die Teilnehmer erzielten wesentliche Fortschritte bei der Tagesordnung für die formelle Eröffnung des Dialogs. Die Eröffnungssitzung soll im November 1995 in Sevilla (E) stattfinden.

Darüber hinaus beschlossen die Teilnehmer, einen Lenkungsausschuß zu gründen, der den Novemberdialog vorbereiten soll. Dem Lenkungsausschuß werden Aufsichtsratsvorsitzende führender Unternehmen und Handelsverbände mit erheblichen transatlantischen Handelsinteressen angehören; ferner Beamte der Europäischen Kommission und der US-Regierung. Der Dialog wird gemeinsam gefördert von der Europäischen Kommission und dem amerikanischen Handelsministerium.

Gastgeber des Novemberdialogs ist die spanische Regierung. Folgende Themen stehen auf der Tagesordnung:

- bessere Zusammenarbeit in ordnungspolitischen Fragen (Normung, öffentliches Auftragswesen, Umweltvorschriften usw.);

- Möglichkeiten einer stärkeren Liberalisierung im Handel (multi- und bilateral);

- neue bzw. bessere Möglichkeiten für internationale Investitionen;

- Zusammenarbeit in Drittländern, auf großen Wachstumsmärkten (big emerging markets - BEMs) und in mittel- und osteuropäischen Ländern.

Die Größenordnung der bilateralen Handelsströme zwischen der EU und den USA zeigt, wie wichtig diese Initiative und die direkte Beteiligung der Geschäftswelt ist: 180 Mrd. ECU im Jahr 1994. 53% der ausländischen Direktinvestitionen in den Vereinigten Staaten stammen aus der Europäischen Union; 42% der amerikanischen Direktinvestitionen im Ausland sind in der EU angesiedelt. Etwa 3 Millionen Arbeitsplätze hängen auf beiden Seiten an diesen Investitionen.

Quelle: Europäische Kommission, Dienst des Sprechers
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