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Entsorgung radioaktiver Abfälle und Sanierung kontaminierter Gebieten in den GUS-Ländern

Art der Ausschreibung: Dienstleistungsauftrag;
Gegenstand: Studien über die Entsorgung radioaktiver Abfälle und Sanierung kontaminierter Gebieten in den GUS-Ländern;
Vergabestelle: Europäische Kommission, GD XI (Umwelt, nukleare Sicherheit und Katastrophenschutz).

Beschreibung: Der folgende Text wurde auszugsweise aus der ECHO-Datenbank TED (Tenders Electronic Daily) übernommen. Einzelheiten sind TED, dem Amtsblatt oder den anzufordernden Ausschreibungsunterlagen zu entnehmen:

Analyse einer Reihe von Schlüsselfragen zur nuklearen Sicherheit in den GUS-Ländern, anhand derer die Kommission mögliche Themen für künftige Projekte der technischen Hilfe im Bereich Entsorgung von radioaktivem Abfall und Sanierung von kontaminierten Gebieten feststellen kann.

Diese Maßnahme stützt sich auf den Beschluß des Rates vom 18.6.1992über technologische Probleme der nuklearen Sicherheit (92/C172/02).

Die abzuschließenden Studienverträge konzentrieren sich auf die folgenden Schlüsselfragen:

Ref: XI/C-3/1166 Analyse von mittel- und langfristigen Umweltkonsequenzen der Wanderung von Radionukliden vom Karachay-See im südlichen Ural (Russische Föderation). Bestimmung der radiologischen Wirkung auf die Bevölkerung einschließlich der noch immer flußabwärts des Techa wohnenden Menschen - Untersuchung möglicher Gegenmaßnahmen, die durchgeführt werden können.

Ref: XI/C-3/1167 Durchführbarkeitsstudie für ein unterirdisches Endlager für langlebigen, nicht wärmeerzeugenden radioaktiven Abfall in der Ukraine (Katalog mit möglichen Standorten wie Salz- oder trockene Erzbergwerke, Untersuchung der Eignung, Reihenfolge der Standorte nach radiologischer Wirkung auf die Bevölkerung, Zufahrtstraßen, Akzeptanz unter der Bevölkerung, Untersuchung von Wanderungsbahnen, Berechnungen der radiologischen Wirkung, Entwurf von Grundzügen eines Sicherheitsberichts).

Ref: XI/C-3/1168 Analyse der radiologischen Wirkung auf die Bevölkerung der Region Balapan in Kasachstan infolge von Radionukliden aus nuklearen Testexplosionen über den Trinkwasserexpositionspfad (hydrogeologische Lage, Wanderung von Radionukliden mit dem Grundwasser, Flußmodellanfertigung, mögliche künftige radiologische Exposition, Definition eines experimentellen Programms, mögliche Gegenmaßnahmen). Ref: XI/C-3/1169 Einschätzung der Eignung der Standorte und Einrichtungen in "Degelen" und "Azgir" in der Republik Kasachstan als Endlager für radioaktiven Abfall (Erfassung verfügbarer Umwelt- und geologischer Daten, zu erwartende Abwässer, Berechnung von "radiologischen" Konsequenzen, Fachberatung zur Eignung).

Ref: XI/C-3/1170 Entwicklung des radiologischen Zustands um Kernreaktoren mit abgebranntem Brennstoff, die im Karasee versenkt wurden (Untersuchung des Radionuklidbestands der 2 Reaktoren mit abgebranntem Brennstoff des Abrasimov-Fjords und 1 Reaktor im versunkenen Unterseeboot im Stepovogo-Fjord, bestmögliche Bestimmung der Einschließung, Analyse von Korrosion und möglicher Freisetzungsrate an Umgebungswasser und Sedimente, Berechnung möglicher radiologischer Konsequenzen für den Menschen).

Ref: XI/C-3/1171 Eingabe von Behandlungsstrategien zur Sanierung von durch den Tschernobyl-Unfall kontaminierten Gebieten mit dem Ziel der Untersuchung der jeweiligen Vorteile einer Reihe von Bewirtschaftungsoptionen - einschließlich der, nichts zu unternehmen - auf der Grundlage wirtschaftlicher und radiologischer Kriterien. Behandlungsmaßnahmen beziehen sich auf landwirtschaftliche Flächen und Wälder und schließen die mögliche Anwendung von Großflächendekontaminierungstechniken ein bzw. eine Änderung landwirtschaftlicher Methoden. Im Rahmen der Studie sind die kontaminierten Gebiete um Tschernobyl abzudecken, die die Bevölkerung mit einer zusätzlichen Dosis von mehr als 1 m Sv/a belasten, und es sind insbesondere russische Erfahrungen im Bereich Bodenbehandlung zu nutzen.
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