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Zusammenarbeit EU-Kanada bei der kontrollierten Kernverschmelzung

Am 25. Juli 1995 unterzeichneten Edith Cresson, Mitglied der Kommission und als solches verantwortlich für Wissenschaft, Forschung und Entwicklung, und Jacques Roy, Botschafter Kanadas bei der Europäischen Union, zwei Verträge über die Zusammenarbeit von Europäischer Union und...
Am 25. Juli 1995 unterzeichneten Edith Cresson, Mitglied der Kommission und als solches verantwortlich für Wissenschaft, Forschung und Entwicklung, und Jacques Roy, Botschafter Kanadas bei der Europäischen Union, zwei Verträge über die Zusammenarbeit von Europäischer Union und Kanada auf dem Gebiet der kontrollierten Kernverschmelzung.



Der erste Vertrag schließt an eine 1986 abgeschlossene Vereinbarung an. Er hat die Form eines Memorandum of Understanding, mit dem der Rahmen für eine umfangreiche technische Zusammenarbeit bei den von den beiden Partner durchgeführten Forschungsprogrammen zur Kernverschmelzung abgesteckt wird. Der kanadische Beitrag richtet sich hauptsächlich auf die mit der Tritium-Technologie (dem Brennstoff künftiger thermonuklearer Reaktoren), der Fernbedienung und der Sicherheit verbundenen Aspekte.



Im zweiten Vertrag wird Kanadas Beteiligung am Beitrag der Europäischen Atomenergiegemeinschaft zu den technischen Entwurfsaktivitäten (EDA) für den internationalen thermonuklearen Versuchsreaktor (ITER) geregelt. Mit dieser Übereinkunft wird dem Kanadischen Nationalen Kernfusionsprogramm die Fortsetzung der im Interesse beider Parteien liegenden Beteiligung am europäischen Beitrag zum ersten Reaktor mit kontrollierter Kernverschmelzung (ITER) ermöglicht.



Dieses in der Geschichte einmalige Projekt internationaler Zusammenarbeit soll den Nachweis erbringen, daß die kontrollierte Kernverschmelzung als für friedliche Zwecke eingesetzte Energiequelle wissenschaftlich und technisch möglich ist.



Edith Cresson begrüßte im Namen der EU die Entscheidung Kanadas, sich im Verbund mit Euratom an dem vierseitigen Vorhaben zu beteiligen (Euratom, Japan, Rußland und Vereinigte Staaten von Amerika).



Auf kanadischer Seite wird das Projekt vom Canadian Fusion Fuels Technology Project, das der Ontario Hydro untersteht, und dem zu Hydro-Quebec gehörenden Centre Canadien de Fusion Magnetique getragen.

Quelle: Europäische Kommission, Dienst des Sprechers
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Länder

  • Kanada

Fachgebiete

Kernfusion - Sicherheit
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