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Intelligente Informationsschnittstellen (i3)

Die Initiative für intelligente Informationsschnittstellen (i3) wird am 15. September 1995 im Zuge des Programms ESPRIT (Programm der Europäischen Kommission für Informationstechnologien) mit einem Finanzrahmen von 25 Mio. ECU gestartet.



Das Ziel der "i3-Initiative" ist, di...
Die Initiative für intelligente Informationsschnittstellen (i3) wird am 15. September 1995 im Zuge des Programms ESPRIT (Programm der Europäischen Kommission für Informationstechnologien) mit einem Finanzrahmen von 25 Mio. ECU gestartet.



Das Ziel der "i3-Initiative" ist, die Interaktion mit Information für die breite Masse zu einer leicht zu bewältigenden Aufgabe zu machen. Hintergrund der Initiative ist der rasch zunehmende Umfang an Informationen in der Informationsgesellschaft und die wenig effektiven und zeitaufwendigen Methoden, mit denen sich der Datenzugang heute noch vollzieht.



Die Initiative konzentriert sich auf die Erforschung künftiger "intelligenter Informationsschnittstellen", mit denen die Menschen miteinander auf neue Art und Weise kommunizieren, an Unterhaltungsangeboten teilnehmen und Datenbanken und sonstige Informationsdienste nutzen werden. Die "Intelligenz" der Schnittstellen wird in ihrer natürlichen und intuitiven Nutzbarkeit, ihrer Anwendbarkeit auf verschiedene Geräte, Anwendungen und Media und ihrer aktiven Rolle bei der Bereitstellung von Diensten liegen, die den Bürger unterstützen und damit unabhängiger machen.



Für derartige Schnittstellen sind neue, auf den Menschen ausgerichtete Paradigmen erforderlich, die nicht mehr von festen Begriffen wie "Rechner", "Fernsehen" oder "Telefon" abhängen, sondern neue Wege der Interaktion mit der Information eröffnen, einer Interaktion, die als persönlich oder sozial bezeichnet werden kann und für jedermann an jedem Ort wahrhaft verteilte Schnittstellen zur Informationen bereithält.



Die "i3"-Initiative zielt auf die Inangriffnahme dieser Themen, wobei sich eine Untergliederung in fünf Hauptbereiche vornehmen läßt, mit denen die Schlüsselmerkmale der Schnittstellen beschrieben werden, die in folgendem bestehen:



- Ausrichtung auf die breite Masse;

- intuitive Nutzungsmöglichkeit;

- Ortsunabhängigkeit;

- Flexibilität und Interoperabilität;

- Erweiterung des Handlungsspielraums der Bürger.



Um die Forschungsarbeiten ausreichend miteinander zu koordinieren und zu wettbewerbsfähigen Ergebnissen zu gelangen, stehen im Mittelpunkt der Initiative zunächst sogenannte "Schemata", die als Entwicklungsplan für die Zusammenfassung der Projekte in Gruppen dienen sollen. Im Anschluß an einen offenen Aufruf zu Vorschlägen am 15. September 1995 wird eine kleine Anzahl dieser "Schemata" ausgewählt, wobei jedes "Schema" die o.g. Themen anspricht und sich auf einen besonderen Aspekt konzentriert. Mit dem Schema wird ein eng geknüpfter, jedoch flexible gestalteter Rahmen für eine Reihe voneinander unabhängiger Aufgaben, die koordiniert gelöst werden sollen, geschaffen. Diese Aufgaben werden sodann mittels offener Aufrufe zu Projekten ausgeschrieben. Die "i3"-Initiative vollzieht sich also auf zwei Stufen:



- Offener Aufruf zu "Schema"-Vorschlägen, von denen eine kleine Anzahl ausgewählt wird. Die Veröffentlichung des Aufrufs erfolgt am 15. September 1995. Die ausgewählten Vorschläge werden dann weiter bearbeitet und in Übereinstimmung mit der Kommission in die Endfassung gebracht;

- Offene Ausschreibung von Projekten und anderen Aktionen zur Durchführung der in den Schemata beschriebenen Aufgaben (wahrscheinlich in der ersten Hälfte 1996).



Mit den Schemata soll eine dynamische Ausgeglichenheit zwischen Projektautonomie, projektübergreifender Zusammenarbeit und Wettbewerb gesichert werden. Sie sind offenzuhalten für interdisziplinäre Beiträge aus Gebieten wie Technologie, Entwurf, Ergonomie und Kunst. Rechnung sollte dabei weltweiten Entwicklungen getragen werden, wobei gegebenenfalls eine Zusammenarbeit über die Grenzen Europas hinaus in Frage kommt.



Es wird erwartet, daß mit den in der Initiative aufgezeigten Ansätzen die europäische Forschung einen beträchtlichen Einfluß auf den künftigen Markt von Erzeugnissen haben werden, bei denen es um ein hohes Informationsniveau geht.

Quelle: Europäische Kommission GD III
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