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Die Kommission genehmigt das Strukturfondsprogramm für Schweden

Auf Vorschlag von Frau Monika Wulf-Mathies, der für Regionalpolitik zuständigen Kommissarin, und im Einvernehmen mit Frau Bonino und den Herren Flynn und Fischler billigte die Kommission heute das Strukturfondsprogramm für Ziel 6 in Schweden. Das Programmplanungsdokument (DPP)...
Auf Vorschlag von Frau Monika Wulf-Mathies, der für Regionalpolitik zuständigen Kommissarin, und im Einvernehmen mit Frau Bonino und den Herren Flynn und Fischler billigte die Kommission heute das Strukturfondsprogramm für Ziel 6 in Schweden. Das Programmplanungsdokument (DPP) wird jetzt den Strukturfondsausschüssen zur Stellungnahme übermittelt und danach endgültig genehmigt.



Frau Wulf-Mathies, die diese Entscheidung erläuterte, begrüßte, daß in dem Programm die einzigartigen Lebens- und Arbeitsbedingungen der Ziel-6-Region besonders berücksichtigt werden und ein innovativer Ansatz für den Einsatz der neuen Technologien gewählt wurde, um die mit der peripheren Lage verbundenen Nachteile zu überwinden. Ein besonderes Gewicht wird dabei auf die Beteiligung der Frauen und der jungen Leute gelegt.



Das Ziel-6-DPP wird einen signifikanten Beitrag zur künftigen strukturellen Entwicklung der Region leisten, indem es neue Beschäftigungsmöglichkeiten erschließt und sich die Stärken vor Ort zunutze macht. Das Ziel-6-Gebiet umfaßt den größten Teil der nördlichen Hälfte Schwedens und wird durch kleinere, weit voneinander entfernte Zentren charakterisiert. Nahezu 450 000 Personen, das sind 5% der schwedischen Bevölkerung, leben hier in einem Gebiet, das 55% der schwedischen Landesfläche ausmacht.



Die Hauptaufgabe der Region besteht darin, den Bevölkerungsanteil zu halten und neue Arbeitsplätze zu schaffen, da die Beschäftigung in den herkömmlichen Sektoren (Forstwirtschaft, Bergbau) rückläufig ist und im öffentlichen Sektor Kürzungen anstehen. Das DPP zielt darauf ab, die Schaffung von Arbeitsplätzen im privaten Sektor, insbesondere in den KMU, zu fördern, indem die Unternehmen ermutigt werden, die kompetitiven Vorteile der Region zu nutzen und die durch die neuen Technologien gebotenen Möglichkeiten in Anspruch zu nehmen, um ihre Nachteile zu überwinden. Gleichzeitig sollen die Gemeinden bei ihren Bemühungen unterstützt werden, neue Beschäftigungsmöglichkeiten zu ermitteln und zu entwickeln und die soziale und wirtschaftliche Grundlage in ihrem Gebiet zu verbessern.



Das Programm bezieht sich auf den Fünfjahreszeitraum 1995-1999. Die gesamten öffentlichen Aufwendungen werden mit 492 Mio ECU veranschlagt, von denen 252 Mio ECU von der Europäischen Union aufgebracht werden. Ferner wird mit einem Beitrag des privaten Sektors in Höhe von 129 Mio ECU gerechnet, so daß die Gesamtinvestitionen auf 621 Mio ECU geschätzt werden.



Zur Durchführung der Strategie des Programms sind fünf Schwerpunkte festgelegt worden:



- Entwicklung von Arbeitsplätzen, Handel und Industrie;

- Förderung des Know-how in den Bereichen Informationstechnologie, Forschung und Ausbildung;

- Landwirtschaft, Fischerei und natürliche Ressourcen;

- Entwicklung des ländlichen Raums und der Gemeinden;

- Entwicklung der Sami (es ist ein Globaldarlehen vorgesehen, das vom Parlament der Sami verwaltet werden soll und als Unterstützung für Tätigkeiten im Zusammenhang mit der Sami-Kultur und für die herkömmliche Rentierzucht gedacht ist).



Diesen Schwerpunkten liegen horizontale Themen zugrunde, u.a. die Entwicklung der Informationstechnologie, die Förderung der Chancengleichheit von Männern und Frauen, die Erhaltung der Umwelt und die Verbesserung der Fähigkeiten und Kenntnisse der Einwohner.



Die öffentlichen Mittel werden wie folgt verteilt:



- 34% für die direkte Entwicklung der Unternehmen;

- 18% zur Unterstützung von Maßnahmen der Unternehmen in den Bereichen Informationstechnologie, Forschung und Ausbildung;

- 26% für Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Fischerei und natürliche Ressourcen;

- 17% für die Entwicklung des ländlichen Raums und der Gemeinden;- 3% direkt den Sami zur Verfügung gestellt;

- 2% für technische Hilfe.



Das Programm soll partnerschaftlich unter Beteiligung der Kommission, der Regierungs-, Provinzial- und Gemeindebehörden durchgeführt werden, wobei alle lokale Interessen, einschließlich Sozialpartner, im Rahmen von Verwaltungsausschüssen vertreten sind, die einem globalen DPP-Begleitausschuß Bericht erstatten werden.

Quelle: Europäische Kommission, Dienst des Sprechers
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