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Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz: Erste Sitzung des Verwaltungsrats

Die erste Sitzung des Verwaltungsrats der Europäischen Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz fand am 26. Oktober 1995 in Bilbao (Spanien) statt. Padraig Flynn, für Beschäftigung und soziale Angelegenheiten (einschließlich Gesundheit und Sicherheit) zustä...
Die erste Sitzung des Verwaltungsrats der Europäischen Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz fand am 26. Oktober 1995 in Bilbao (Spanien) statt. Padraig Flynn, für Beschäftigung und soziale Angelegenheiten (einschließlich Gesundheit und Sicherheit) zuständiges Kommissionsmitglied begrüßte, daß die Agentur nunmehr arbeitsfähig ist: "Ich messe dieser Agentur größte Bedeutung bei, weil ich davon ausgehe, daß sie auf dem Gebiet des Schutzes der Arbeitnehmer eine Schlüsselrolle spielen wird."

Die Mitglieder des Verwaltungsrats, die die Mitgliedstaaten, die Arbeitgeberorganisationen, die Arbeitnehmerorganisationen und die Kommission vertreten, werden einen Präsidenten und einen Vizepräsidenten wählen, ein Budget annehmen und das Verfahren zur Einstellung eines Direktors initiieren. Die von der Europäischen Kommission finanzierte Agentur wird zunächst einen Mitarbeiterstamm von zehn Personen haben und im Verlaufe des Jahres 1996 tätig werden.

Wichtigste Aufgabe der Agentur ist die Schaffung eines Netzes, mit dem die einzelstaatlichen Informationsnetze zu Gesundheitsschutz und Sicherheit am Arbeitsplatz und sonstige Institutionen, die zur Arbeit der Agentur beitragen können, verbunden werden. Ziel dieses europäischen Netzes ist die bessere Bereitstellung von technischen, wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Informationen für die entsprechenden Gremien der Gemeinschaft, die Mitgliedstaaten und die auf dem Gebiet von Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz Tätigen.

Die Ziele der Agentur bestehen in folgendem:

- Systematische Erfassung von wissenschaftlichen und technischen Informationen, mit denen die Kommission und die Sachverständigenausschüsse (z.B. die Gruppe der wissenschaftlichen Sachverständigen) bei der Vorbereitung und Bewertung von Maßnahmen auf dem Gebiet von Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz unterstützt werden können. Diese Tätigkeit umfaßt die Erarbeitung wissenschaftlicher Referenzunterlagen, die Ausarbeitung und Verwaltung von Fragebogenaktionen zur Erlangung wissenschaftlicher und technischer Informationen sowie die Erfassung von Daten zur Bewertung der wirtschaftlichen Auswirkungen;

- Unverzügliches Erfassen von technischen und wissenschaftlichen Informationen zu Themen von aktuellem Interesse, so daß die Kommission auf Forderungen reagieren kann, schriftliche bzw. mündliche parlamentarische Anfragen eingeschlossen;

- Schaffung und ständige Aktualisierung eines Registers von Datenbanken für Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz in Europa;

- Schaffung spezifischer Quellen und Datenbanken (z.B. zu Gefahren für Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz, zur Exposition von Arbeitnehmern, zu gesetzmäßigen Erscheinungen bei berufsbedingten Erkrankungen und Abwesenheit vom Arbeitsplatz, zu Lösungen für technische Probleme, Schutzausrüstungen);

- Pflege einer Datenbank, in der die Forschungsaktivitäten der Mitgliedstaaten auf dem Gebiet von Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz aufgeführt sind, und Bestimmung von Themen für neue Forschungsprogramme;

- Verbreitung der Ergebnisse der Forschungsarbeiten und der Programme für technische Entwicklung, die im Rahmen der Forschungsprogramme der Gemeinschaft verwirklicht werden und Fragen von Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz betreffen;

- Schaffung von Netzen zur Erlangung von Informationen zu spezifischen Aspekten von Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz;

- Herstellung und Veröffentlichung des Magazins "Janus", das sich mit Fragen von Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz beschäftigt;

- Beitrag zu besonderen Veranstaltungen wie den Europäischen Tagen der Gesundheit und Sicherheit;

- Austausch von Fachleuten zwischen den Mitgliedstaaten;

- Zusammenarbeit mit anderen Agenturen und Gremien der Gemeinschaft, die auf dem Gebiet von Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz tätig sind;

- Sammlung technischer und wissenschaftlicher Informationen zu Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz und Erfassung der Ergebnisse anderer Arbeitsprogramme der Gemeinschaftsinstitutionen;

- Informationsaustausch mit Ländern und Organisationen außerhalb der Europäischen Union, um das Netz der Agentur und die Kontaktzentren mit Informationsgremien internationaler Organisationen, die diese Art von Informationen und Diensten anbieten, zu verbinden.

Quelle: Europäische Kommission, Dienst des Sprechers
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