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Fünfter Bericht des Beobachtergremiums für den Informationsmarkt (IMO)

Die Europäische Kommission hat den fünften Bericht des Beobachtergremiums für den Informationsmarkt (IMO) zu den wichtigsten Ereignissen und Entwicklungen am Informationsmarkt in den Jahren 1993/1994 (KOM(95)492) angenommen und an den Rat, das Europäische Parlament und den Wir...
Die Europäische Kommission hat den fünften Bericht des Beobachtergremiums für den Informationsmarkt (IMO) zu den wichtigsten Ereignissen und Entwicklungen am Informationsmarkt in den Jahren 1993/1994 (KOM(95)492) angenommen und an den Rat, das Europäische Parlament und den Wirtschafts- und Sozialausschuß weitergeleitet.

Der von der IMO im Zusammenhang mit dem IMPACT- Programm (Aktionsplan zur Schaffung eines Marktes für Informationsdienste) der Gemeinschaft ausgearbeitete Bericht beschäftigt sich mit einer weiten Palette an Themen und Sektoren, wobei den Gegebenheiten, unter denen die Industrie der Informationsdienste inzwischen arbeitet, Rechnung getragen wird. Speziell wird auf die folgenden Hauptpunkte eingegangen:

- Die Europäische Union, die den USA und Japan im Prozeß der Digitalisierung hinterherhinkt, versucht durch eine Reihe von Initiativen Boden gutzumachen, die auf dem "Weißbuch über Wachstum, Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung", dem "Bangemann-Bericht" und dem Papier "Europas Weg in die Informationsgesellschaft - ein Aktionsplan" basieren;

- Die Annäherung von Technologie und Markt hat zu einer Umgruppierung der Industrie der Informations- und Kommunikationstechnologie (ICT) und der Industrie der Informationsinhalte geführt, die miteinander verschmelzen, um die neuen, durch die Entstehung der Informationsgesellschaft geschaffenen Möglichkeiten auszunutzen. Es hat eine Welle von Fusionen und Übernahmen gegeben, außerdem ist eine steigende Anzahl von strategischen Allianzen und Partnerschaften zu verzeichnen;

- Die immer bessere Verfügbarkeit einer qualitativ hochwertigen Infrastruktur wird einen Massenmarkt von Informationsprodukten und -diensten als Mittel zur Schaffung von Investitionsrentabilität und langfristiger Kosteneffektivität erfordern. Es ist davon auszugehen, daß Bedeutung und Wert der Inhaltsindustrie (einschließlich Druck und elektronischer Veröffentlichung, Film-, Video-, Audio- und Fernsehprogrammproduktion) im Ergebnis dessen steigen werden;

- Die größte Herausforderung für die Inhaltsindustrie bei der Erfüllung der Erwartungen einer Informationsgesellschaft wird darin bestehen, die erforderlichen Investitionen für die Entwicklung innovativer Informationsprodukte und -dienste aufzubringen. Derartige Investitionen sind von grundlegender Bedeutung wenn die europäischen Inhaltsunternehmen mit ihren Gegenspielern in den USA und in Japan konkurrieren und ihnen nicht den gesamten Gewinn aus dem Wachstum der ICT-Industrie überlassen wollen;

- Die Industrie für elektronische Informationsdienste verfügt über ein großes Wertschöpfungs- und Wachstumspotential, trotz des Fortschritts beim Abbau von Hindernissen bleibt der europäische Markt jedoch zersplittert;

- Auf nationaler und europäischer Ebene werden Strategien erforderlich, um die kontinuierliche Verfügbarkeit verschiedener multi-kultureller Informationsinhalte sicherzustellen und die Wettbewerbsfähigkeit kleiner europäischer Unternehmen zu stärken.

Quelle: Europäische Kommission, GD XIII
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