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Rat der Bildungsminister diskutiert Ergebnisse der Kommissions-Task Force für multimediale Lernsoftware

Frau Edith Cresson, zuständiges Kommissionsmitglied für Forschung sowie allgemeine und berufliche Bildung legte der Tagung der europäischen Bildungsminister am 23. Oktober 1995 die ersten Ergebnisse der Kommissions-Task Force für multimediale Lernsoftware vor.

In umfangreiche...
Frau Edith Cresson, zuständiges Kommissionsmitglied für Forschung sowie allgemeine und berufliche Bildung legte der Tagung der europäischen Bildungsminister am 23. Oktober 1995 die ersten Ergebnisse der Kommissions-Task Force für multimediale Lernsoftware vor.

In umfangreichen Konsultationen mit der Industrie und Softwaredesigner ergeben sich folgende Überlegungen hinsichtlich der Entwicklung multimedialer Lernsoftware in Europa deutlich:

- Bis zum Ende des Jahrhunderts sollte jeder Bildungseinrichtung eine große Vielfalt benutzerfreundlicher und preisgünstiger maßgeschneiderter Produkte und Dienste zur Verfügung stehen.
- Die multimediale Bildung im Rahmen der Familie hat einen beachtlichen Aufschwung erlebt, jedoch ist die Einführung von Multimedia-Mitteln in den Schulen zum Teil auf Grund der mangelhaften Qualität von Lehrprodukten und der unzureichenden Bereitstellung von Computern durch die Schulen wesentlich langsamer verlaufen;
- Die Konkurrenz aus den USA ist sehr stark.

Schon jetzt lassen sich einige Empfehlungen geben:

- Ein Teil der für das Vierte Rahmenprogramm für 1996 bereitgestellten Mittel muß zur Förderung von Telematik-Anwendungen für Aus- und Weiterbildung eingesetzt werden;
- Die Abstimmung zwischen den spezifischen FuE-Programmen muß verbessert werden;
- Die Programme SOCRATES und LEONARDO DA VINCI müssen zur Entwicklung von multimedialer Lernsoftware beitragen, indem zum Beispiel Aktivitäten zur Verbesserung der Information, zur Förderung der Zusammenarbeit zwischen Schulen, Industrie und Softwaredesignern und zur Entwicklung von Projekten auf multimedialer Basis für Schulen, die Erwachsenen eine zweite Bildungschance bieten, unterstützt werden.

Frau Cresson informierte den Rat weiterhin über den Stand der Vorbereitungen für 1996 angesetzte Europäische Jahr zur Förderung der lebensbegleitenden Aus- und Weiterbildung. Im Rahmen der Aktivitäten dieses Jahres werden die neuen Informationstechnologien eine zentrale Rolle spielen. So soll beispielsweise das Internet genutzt werden, um Informationen zu vermitteln und den Austausch von Erfahrungen und bewährten Methoden zu organisieren. Andere angedachte Aktionen beinhalten die Einbindung von Schulen in Netze, die Entwicklung von Multimedia-Lernsoftware durch Lehrer und Studenten, den Aufbau von Netzen multimedialer Ressourcenzentren auf örtlicher Ebene, die Bürgern jeden Alters offenstehen, und die Förderung der Informationstechnologien in Unternehmen, besonders in KMU.

In einem dazugehörigen Treffen untersuchten der Rat, die Kommission und Vertreter der assoziierten mittel- und osteuropäischen Länder Möglichkeiten zum schrittweisen Einstieg der assoziierten Länder in die Programmen SOCRATES, LEONARDO DA VINCI und Jugend für Europa. Dabei legten die Länder ihre Prioritäten, die Zeitpläne für ihre Beteiligung sowie die entsprechenden Maßnahmen dar. Von der Kommission wird ein Plan erarbeitet, damit die Länder vom Beginn des Jahres 1996 an bereits bestimmte Aktivitäten im Rahmen dieser Programme nutzen können.

Quelle: Europäische Rat, Dienst des Sprechers
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