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Kommissionsmitglied Cresson hebt Bedeutung der internationalen wissenschaftlichen Zusammenarbeit hervor

In ihrer Rede auf der gemeinsamen Konferenz Lateinamerika/Europäische Union zu Fragen der wissenschaftlichen und technischen Zusammenarbeit am 27. Oktober 1995 in Madrid hob das Mitglied der Europäischen Kommission, Frau Edith Cresson, die Bedeutung der internationalen wissens...
In ihrer Rede auf der gemeinsamen Konferenz Lateinamerika/Europäische Union zu Fragen der wissenschaftlichen und technischen Zusammenarbeit am 27. Oktober 1995 in Madrid hob das Mitglied der Europäischen Kommission, Frau Edith Cresson, die Bedeutung der internationalen wissenschaftlichen Zusammenarbeit für die Forschungspolitik der Gemeinschaft hervor.

Frau Cresson informierte die Teilnehmer über die Absicht der Kommission, Maßnahmen zur Verstärkung der bestehenden gut entwickelten Beziehungen zwischen der Europäischen Union und Lateinamerika vorzuschlagen. Ganz allgemein hob das Kommissionsmitglied die Notwendigkeit hervor, daß die Gemeinschaft in ihrer Forschungspolitik der internationalen wissenschaftlichen Zusammenarbeit, für die gegenwärtig nur 540Mio ECU der insgesamt 12,3 Mrd ECU für das Vierte Rahmenprogramm aufgewendet werden, größere Aufmerksamkeit widmet.

Jedoch unterstrich Frau Cresson, daß die Politik der Europäischen Union in Fragen der internationalen Zusammenarbeit stärker auf die Technologien der Zukunft und die industrielle Entwicklung ausgerichtet werden muß. Im Rahmen der Entwicklungshilfe konzentriert sich die wissenschaftliche Zusammenarbeit gegenwärtig vorrangig auf die Bereiche Landwirtschaft und Gesundheitswesen, und von den Entwicklungsländern zur Verfügung gestellten Forschungskrediten in Höhe von 230 Mio ECU sind nur 20 Mio ECU für industrielle Forschung vorgesehen.

Nach Ansicht des Kommissionsmitglieds würde der wirtschaftlichen Expansion in Lateinamerika erheblicher Nutzen daraus erwachsen, wenn verstärkt in den Bereichen Forschung, Ausbildung, Innovation, Förderung der Kreativität, Entwicklung der Humanressourcen und Anpassung der Informationstechnologien an verschiedene Sprachen und Kulturen investiert wird.

Quelle: Europäische Kommission, Dienst des Sprechers
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