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EITC'95: IT-Forum zur Bewältigung der Veränderungen

Das diesjährige IT-Forums auf der EITC'95 stand unter dem Thema "Managing Change" (Bewätigung der Veränderungen). In seiner Rede auf dem Forum hob Stefano Micossi, Generaldirektor der GD III (Industrie) hervor, daß es nicht länger eine Diskussion darüber geben dürfe, ob Europa...
Das diesjährige IT-Forums auf der EITC'95 stand unter dem Thema "Managing Change" (Bewätigung der Veränderungen). In seiner Rede auf dem Forum hob Stefano Micossi, Generaldirektor der GD III (Industrie) hervor, daß es nicht länger eine Diskussion darüber geben dürfe, ob Europa in die Informationsgesellschaft eintritt. "Einige wollen die Uhr anhalten und die Auswirkungen diskutieren, ehe überhaupt etwas begonnen wurde, aber diese Möglichkeit besteht nicht mehr. Die Entwicklung verläuft mit atemberaubender Geschwindigkeit. Das Ziel besteht jetzt darin, die gesamte Gesellschaft am Nutzen der Informationstechnologie teilhaben zu lassen."

Stefano Micossi betonte die weitreichenden Auswirkungen der Entwicklung der Informationsgesellschaft. Er sagte voraus, daß die Revolution im Bereich der Informationstechnologien gleiche Auswirkungen haben würde wie Dampf und Elektrizität im vorigen Jahrhundert. Die Informationstechnologie schaffe die Möglichkeit, den Lebensstandard zu erhöhen. Ein wichtiger Unterschied bestehe darin, daß sich die Entwicklung der Informationstechnologie von Anfang an im globalen Rahmen vollziehe, so daß Auswirkungen und Entwicklung schneller spürbar würden.

Durch die Verringerung der Hindernisse für den Marktzugang erlaubten die Entwicklungen in der Informationstechnologie den KMU in globalem Rahmen tätig zu werden. Ihr Eintritt in den Weltmarkt erzwinge organisatorische Veränderungen bei Regierungen und Organisationen von Dienstleistungen für den Menschen. Es sei auch möglich, daß die Menschen ihre Arbeitsplätze und Unternehmen häufiger wechseln würden, da Fertigkeiten auf dem Gebiet der IT nicht immer langfristig notwendig wären. So könne es sein, daß zum Beispiel Techniker, die Computersysteme in Unternehmen einrichten, nicht die gleichen Angestellten seien, die das System unterhalten. Alle diese Veränderungen würden Angst hervorrufen.

Stefano Micossi unterstrich die Notwendigkeit, den Veränderungen in der "Unternehmenskultur" aktiv zu begegnen. Weiterhin erkannte er an, daß Europa einer enormen potentiellen Veränderung und einem riesigen Druck auf die Gesellschaft ausgesetzt ist. Er betonte, daß diese Veränderungen weder automatisch noch kostenlos ablaufen würden. "Die EU sieht sich einer Herausforderung gegenüber, sie verändert sich und wendet Wirtschaftspolitiken an, aber es gibt immer noch zu großen Widerstand gegen eine Veränderung".

Weiterhin sprach auf dem Forum Erica Mann, Mitglied des Europäischen Parlaments (Sozialdemokratische Fraktion, Deutschland), die das Auditorium daran erinnerte, daß der Schaffung von Zugangsmöglichkeiten Aufmerksamkeit geschenkt werden müsse. Diese sollten sich an Punkten befinden, an denen die Bürger traditionell nach Informationen suchen, wie in Bibliotheken, Schulen und Postämtern. Sie erinnerte die Führungskräfte der Unternehmen daran, daß eine Politik ohne Visionen zur Bremse der technologischen Entwicklung werden könne. Erica Mann stellte fest, daß die Informationstechnologie Themen regionaler Bedeutung in die weltweite politische Arena heben würde, wodurch die Politiker gefordert seien, neue Visionen für ein Wirtschaftsumfeld aufzuzeigen, das die Entwicklung fördert.

Quelle: Europäische Kommission, GD XIII
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