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EU unterstützt Sanierung des Aralsee-Beckens

Am 21. November 1995 empfing die Europäische Kommission, GD I (Außenwirtschaftsbeziehungen), im Rahmen des TACIS-Projekts WARMAP (Verwaltung der Wasserressourcen und landwirtschaftliche Produktion in Mittelasien) eine hochrangige Delegation, der fünf Minister für Wasserressour...
Am 21. November 1995 empfing die Europäische Kommission, GD I (Außenwirtschaftsbeziehungen), im Rahmen des TACIS-Projekts WARMAP (Verwaltung der Wasserressourcen und landwirtschaftliche Produktion in Mittelasien) eine hochrangige Delegation, der fünf Minister für Wasserressourcen aus Mittelasien und andere hochrangige Vertreter aus Mittelasien angehörten, die sich mit dem Problem des Aralsees beschäftigen.

Im Jahr 1992 traten die asiatischen Republiken Kasachstan, Kirgisistan, Tadjikistan, Turkmenistan und Usbekistan an die Europäische Union heran und baten um Unterstützung bei der Verwaltung der Wasserressourcen und eines integrierten Pflanzenproduktionssystems, um der Umweltkrise im Aralsee-Becken zu begegnen.

Das WARMAP-Projekt wurde durch die EU im Februar 1995 auf Bitte der asiatischen Republiken Kasachstan, Kirgisistan, Tadjikistan, Turkmenistan und Usbekistan um Unterstützung ins Leben gerufen. Es hat eine Laufzeit von zwei Jahren, und ihm wurden im Rahmen des zwischenstaatlichen Aktionsprogramms 1995, einem Unterprogramm von TACIS, Mittel in Höhe von 4,5 Mio ECU zur Verfügung gestellt. Weitere 1 Mio ECU sind für die Aktivitäten der Europäischen Union im Becken des Aralsees geplant. Zusätzlich unterstützt die EU den Exekutivausschuß des zwischenstaatlichen Rates für den Aralsee (EC-ICAS) als der vor Ort tätigen Ausführungsbehörde für das Projekt u.a. durch die Entsendung von Beratern.

Zielsetzungen des Projekts:

- Schaffung des administrativen und technischen Rahmens für die Entwicklungsprogramme für die Nutzbarmachung, Zuweisung und Verwaltung der Wasserressourcen des Aralsee-Beckens;
- Festlegung der Aufteilung der Ressourcen zwischen Wirtschaftsbereichen und Nutzern auf der Grundlage fundierter wirtschaftlicher und ökologischer Kriterien;
- Sicherstellung einer ausreichenden Beachtung des Erhalts der Wasserqualität und der Wassernutzung;
- Effektivere Ausnutzung bestehender Systeme und Einrichtungen bei gleichzeitiger Einführung von Wirtschaftskonzepten und Umweltfolgeabschätzungen, um eine Sensibilisierung für die Vorteile einer neuen Politik herbeizuführen;
- Unterstützung bei der Entwicklung neuer Technologien für die Aufteilung und Verwaltung der Wasserressourcen in der Landwirtschaft.

Bei der Umsetzung dieser Ziele wurde der EC-ICAS von regionalen und nationalen Arbeitsgruppen unterstützt, die Berichte mit Vorschlägen für ihre Aktionsprogramme ausgearbeitet haben. Diese werden gegenwärtig von der EU und dem EC-ICAS im Hinblick auf die Genehmigungserteilung begutachtet.

Es wird angenommen, daß in den kommenden Monaten ein Treffen der Geber stattfinden wird, um die Projekte und die Investitionsanforderungen für das Programm für das Aralsee-Becken sowie weitergehende Vereinbarungen zur Bereitstellung von Mitteln zu diskutieren. Dieses Treffen wird vom EC-ICAS mit Unterstütztung der Weltbank organisiert.

Quelle: Europäische Kommission, Dienst des Sprechers
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