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WSA empfiehlt verstärkte Koordination der einzelstaatlichen und gemeinschaftlichen FTE-Strategien

Der Wirtschafts- und Sozialausschuß der Gemeinschaft (WSA) hat vor kurzem eine "Stellungnahme zur Koordinierung der Planung für Forschung und technischen Entwicklung (FTE)" veröffentlicht. Der Ausschuß brachte seine Besorgnis über mangelnde Koordinierung der einzelstaatlichen ...
Der Wirtschafts- und Sozialausschuß der Gemeinschaft (WSA) hat vor kurzem eine "Stellungnahme zur Koordinierung der Planung für Forschung und technischen Entwicklung (FTE)" veröffentlicht. Der Ausschuß brachte seine Besorgnis über mangelnde Koordinierung der einzelstaatlichen und gemeinschaftlichen FTE-Planung in der Europäischen Union und die beschränkten Möglichkeiten für eine schnelle Nutzung wissenschaftlicher und technologischer Erfolge durch Industrie und Handel zum Ausdruck.

Der Ausschuß vertritt die Ansicht, daß die Geschwindigkeit und das Ausmaß der auf Europa zukommenden Änderungen - insbesondere globaler Wettbewerb, hohe Arbeitslosigkeit und unaufhaltsame technischen Entwicklung - eine koordinierte FTE Planung anstelle der gegenwärtigen, aufgesplitterten Handhabung erfordert, die außerdem eine genaue Bedarfsanalyse für Innovationen schwierig macht.

In diesem Zusammenhang empfiehlt der Ausschuß fünf parallel verlaufende Maßnahmen:

- Koordinierung als Hilfsmittel, das den Erfordernissen des gegenwärtigen FTE-Rahmens der Gemeinschaft gerecht wird, z.B. durch Aufbau eines Netzwerks für den systematischen Informationsaustausch über FTE-Aktivitäten der Europäischen Union mit unbeschränkten Zugriffsmöglichkeiten, und durch Entwicklung von Szenarien für eine gemeinsame Betrachtung auf regionaler, nationaler und gemeinschaftlicher Ebene mit dem Ziel der Formulierung geeigneter FTE-Strategien. Als begleitende Maßnahme sollte eine Überholung der Organisationen stattfinden, die für die Form und die Durchführung von FTE-Programmen der Gemeinschaft zuständig sind:
- Entwicklung eines flexiblen, interdisziplinären Verfahrens im Vorfeld des Fünften Rahmenprogramms auf der Basis größerer Transparenz und verbesserter Koordination mit nationalen Forschungsprogrammen und Konzentration auf vereinbarte Prioritätsbereiche:
- Anregung der internationalen Kooperation durch Koordinierung von Maßnahmen der Europäischen Union mit denen der Mitgliedstaaten sowohl auf internationaler Ebene als auch bei der Teilnahme an Programmen von weltweitem Interesse:
- Untersuchung neuer, innovativer Koordinationsmethoden bereits im Planungsstadium, beispielsweise durch industriebezogene Projekte unter Einbeziehung von Forschern und Endabnehmern aus mehreren Mitgliedstaaten. Dies käme den strategischen Zielen der gemeinschaftlichen Forschungs- und Innovationspolitik zugute:
- Anregung der Koordinierung aller Bereiche der gemeinschaftlichen Planung zur Gewährleistung von Konvergenz, einheitlichen Organisationen und Maßnahmen, was zur Förderung eines funktionierenden Forschungs-, Innovations- und Entwicklungspozesses auf dem Markt beiträgt.


Quelle: Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften
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