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Kommission schlägt einheitliche Definition für europäische KMU vor

Auf Initiative von Kommissar Christos Papoutsis hat die Kommission einen Vorschlag für eine einheitliche Definition des Begriffs kleine und mittlere Unternehmen (KMU)" in der Europäischen Union unterbreitet. Die vorgeschlagene Definition, die von der Kommission in Form einer M...
Auf Initiative von Kommissar Christos Papoutsis hat die Kommission einen Vorschlag für eine einheitliche Definition des Begriffs kleine und mittlere Unternehmen (KMU)" in der Europäischen Union unterbreitet. Die vorgeschlagene Definition, die von der Kommission in Form einer Mitteilung verabschiedet wurde, stützt sich auf folgende Kriterien:

- Anzahl der Beschäftigten;
- Unabhängigkeit;
- Umsatz;
- Bilanzsumme.

Nach der neuen Definition muß ein Unternehmen weniger als 250 Beschäftigte haben, um als KMU angesehen zu werden. Um im einzelnen zwischen kleinen und mittleren Unternehmen zu unterscheiden, wird eine Firma als mittleres Unternehmen" eingestuft, wenn

- sie mehr als 50 aber weniger als 250 Beschäftigte hat;
- einen jährlichen Umsatz von höchstens 40 Mio. ECU oder eine jährliche Bilanzsumme von nicht mehr als 27 Mio. ECU erzielt.

Damit ein Unternehmen als klein" gilt, müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

- weniger als 50 Beschäftigte;
- Jahresumsatz von höchstens 7 Mio. ECU oder eine jährliche Bilanzsumme von maximal 5 Mio. ECU.

Betriebe mit weniger als 10 Beschäftigten werden als sehr klein" definiert.

Die Unabhängigkeit eines Unternehmens wird als weiteres Kriterium für die Einstufung als KMU herangezogen. In dieser Hinsicht dürfen nicht mehr als 25 % eines KMU im alleinigen oder gemeinschaftlichen Eigentum eines größeren Unternehmens stehen.

Die angenommene Mitteilung wird als Empfehlung an die Mitgliedstaaten, die Europäische Investitionsbank (EIB) und den Europäischen Investitionsfonds (EIF) gerichtet. Darüber hinaus bietet sie einen Bezugsrahmen für die KMU betreffenden Programme, Politiken und Rechtsvorschriften der Gemeinschaft. Es ist zu beachten, daß die empfohlenen Schwellenwerte für die Mitgliedstaaten lediglich Obergrenzen darstellen, da gegenwärtig große Unterschiede zwischen den Mitgliedstaaten bestehen und eine gewisse Flexibilität gewährleistet sein muß, damit lokale und regionale Verhältnisse berücksichtigt werden können.

Kommissionsmitglied Papoutsis kommentierte den Beschluß wie folgt: Endlich haben wir einen Bezugsrahmen, der als neue Grundlage für alle KMU-Fördermaßnahmen dienen kann. In den kommenden Jahren wird sich der Wirkungsgrad dieser Maßnahmen, insbesondere der konzertierten Aktionen, deutlich erhöhen. Ich bin zuversichtlich, daß unsere KMU - das Rückgrat unserer Volkswirtschaften - von dieser Entwicklung profitieren werden, da unsere Aktionen besser auf diejenigen Unternehmen ausgerichtet sein werden, die aufgrund ihrer Größe am meisten der Unterstützung bedürfen."


Quelle: Europäische Kommission, Dienst des Sprechers
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