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WSA-Gutachten über INFO 2000

Der Wirtschafts- und Sozialausschuß (WSA) hat ein Gutachten über den Vorschlag der Kommission zur Durchführung eines mehrjährigen Programms für die Anregung der Entwicklung einer europäischen Industrie für Multimediagehalt und die Verwendung des Multimediagehalts durch die sic...
Der Wirtschafts- und Sozialausschuß (WSA) hat ein Gutachten über den Vorschlag der Kommission zur Durchführung eines mehrjährigen Programms für die Anregung der Entwicklung einer europäischen Industrie für Multimediagehalt und die Verwendung des Multimediagehalts durch die sich entwickelnde Informationsgesellschaft (INFO 2000) verabschiedet.
%Das INFO 2000-Programm, Fortsetzung des IMPACT-Programms, soll die Entwicklung neuer Multimedia-Produkte anregen. Das Programm läuft von 1996 bis 1999. Der für das Programm festgelegte Haushalt beträgt 100 Mio. ECU.

Während sich der Ausschuß den angegebenen Zielen des neuen Programms anschließt und den Inhalt im wesentlichen gutheißt, sieht er gewisse Schwächen in den Vorschlägen und vertritt die Ansicht, daß die Gesamtrichtung zu vage und der Umfang nicht genau genug definiert ist. Der Ausschuß ist sich über die Schwierigkeiten bei der Handhabung der Frage des Informationsgehalts und der potentiellen Risiken durch Verharmlosung der dem Programm anhaftenden Probleme im klaren. Er ist jedoch der Auffassung, daß in diesem Falle die Regeln in bezug auf Transparenz und Wirkung der vorgeschlagenen Aktionen nicht konsequent genug angewendet wurden. Der Ausschuß legt daher der Kommission nahe, die nachfolgenden Punkte des vorgeschlagenen Programms zu überdenken:

- Die Notwendigkeit, INFO 2000 wegen seiner Beziehung zu anderen Programmen der Gemeinschaft auf dem Informationssektor als ein Instrument für verbesserte Gesamtkoordinierung zu betrachten;
- Änderung der prozentualen Aufteilung der knapp bemessenen Mittel für die Gesamtfinanzierung auf die verschiedenen Aktionsbereiche während der ersten vier Jahre zur Realisierung eines größtmöglichen europäischen Potentials;
- Die Zahl der möglichen Projekte sollte minimiert und Projekte mit einem sozialen Gehalt sollten bevorzugt durchgeführt werden, um eine zu starke Verdünnung der Ressourcen zu vermeiden, und um maximale Effizienz und Nachhaltigkeit zu gewährleisten;

Allgemein gesehen meint der Ausschuß, daß die Kommission die möglichen sozialwirtschaftlichen Konsequenzen unterschätzt, die von einer überstarken Konzentration der Massenmedien und der Unfähigkeit, die Bereithaltung einer Vielzahl von Informationsquellen zu gewährleisten, ausgehen. Zudem ist der Ausschuß darüber besorgt, daß die Kommission zwar die Grundsätze der Liberalisierung und des Wettbwerbs unterstützt, jedoch die im Rahmen der Rechtsbestimmungen einzuhaltenden Normen noch nicht festgelegt worden sind.


Quelle: Wirtschafts- und Sozialausschuß
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