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IRDAC Stellungnahme über die wissenschaftliche und technologische Zusammenarbeit mit nichteuropäischen Industrieländern

Der beratender Ausschuß für industrielle Forschung und Entwicklung (IRDAC) hat eine Stellungnahme über die wissenschaftliche und technologische Zusammenarbeit mit nichteuropäischen Industrieländern herausgegeben. Diese Stellungnahme ist auf den Schlußfolgerungen einer Diskussi...
Der beratender Ausschuß für industrielle Forschung und Entwicklung (IRDAC) hat eine Stellungnahme über die wissenschaftliche und technologische Zusammenarbeit mit nichteuropäischen Industrieländern herausgegeben. Diese Stellungnahme ist auf den Schlußfolgerungen einer Diskussionsrunde begründet, die im Oktober 1995 zur Bestimmung der folgenden Punkte veranstaltet wurde:

- Die Begründung für die Entwicklung von FTE-Aktivitäten (Forschung und technologische Entwicklungen) mit und in nichteuropäischen Industrieländern, insbesonderen den Vereinigten Staaten und Japan;
- Die von der Europäischen Union in dieser Hinsicht zu spielende Rolle;
- Die Angebrachtheit der Freigabe der Teilnahme an spezifischen FTE-Programmen der Gemeinschaft für Organisationen aus nichteuropäischen Industrieländern;
- Die Angebrachtheit der Einrichtung spezifischer Kooperationsprogramme mit nichteuropäischen Industrieländern.

Die Diskussionsrunde erkannte an, daß europäische Unternehmen in zunehmendem Maße auf globalen Märkten tätig sind, um Kosten zu senken, Zugang zu neuen Human- und Finanzressourcen zu erhalten und einschränkende Gesetzgebung zu vermeiden. Es ist jedoch nicht nur der Markt, der zunehmend globaler wird, sondern auch FTE.

Der Ausschuß ist deshalb der Meinung, daß die Teilnahme an FTE-Programmen der Gemeinschaft Organisationen aus nichteuropäischen Industrieländern ermöglicht werden sollte, sofern Letzere europäischen Unternehmen die Teilnahme an ihren eigenen aus öffentlichen Mitteln finanzierten FTE-Programmen gestatten. In diesem Zusammenhang sollte die europäische Industrie selbst bestimmen, ob sie mit einem Partner aus einem nichteuropäischen Land an einem FTE-Projekt der Gemeinschaft zusammenarbeiten will. Um ein Abfließen von europäischem Know-How an Drittländer zu vermeiden, sollte die Europäische Kommission andererseits von Fall zu Fall bestimmen, ob die Beteiligung eines nichteuropäischen Industriepartners an einem spezifischen Projekt wirklich zur Festigung der Wettbewerbsfähigkeit Europas beitragen würde.

Der Ausschuß empfiehlt, daß das spezifische Programm der Gemeinschaft über Internationale Kooperation (INCO) mehr an der Verbreitung von Ergebnissen, am Technologietransfer und an der Erstellung von Netzwerken orientiert werden sollte. Darüber hinaus ist er der Meinung, daß das Programm über die Schulung und Mobilität von Wissenschaftlern (SMW) den Globalisierungstrend durch Fördern des internationalen Austauschs über Themen, die für die europäische Industrie von Interesse sind, berücksichtigen sollte.


Quelle: IRDAC
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