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Gleichberechtigung und Strukturfonds

Anläßlich des Internationalen Frauentages (8. März), veranstaltete die Europäische Kommission eine Konferenz zum Thema Die Strukturfonds und Gleichberechtigung von Männern und Frauen". Das Ziel der Konferenz, die vom 7. - 8. März 1996 in Brüssel (Belgien) stattfand, war es, di...
Anläßlich des Internationalen Frauentages (8. März), veranstaltete die Europäische Kommission eine Konferenz zum Thema Die Strukturfonds und Gleichberechtigung von Männern und Frauen". Das Ziel der Konferenz, die vom 7. - 8. März 1996 in Brüssel (Belgien) stattfand, war es, die Auswirkungen der Strukturfonds auf die Gleichberechtigung festzustellen und Wege für eine erhöhte Wirksamkeit zu finden.

Die Einhaltung des Gleichberechtigungsprinzips wurde im Jahre 1993 erstmals in die Vorschriften für die Strukturfonds aufgenommen. Trotzdem ist das Wirken der Strukturfonds auf diesem Gebiet immer noch relativ bescheiden, und die Bemühungen um eine Mobilisierung der Partner und vor allem der für die Erstellung und Durchführung der Programme zuständigen nationalen und/oder regionalen Behörden müssen weitergeführt und verstärkt werden.

In der Programmperiode 1994-1999 durchzieht die vorrangige Förderung der Gleichberechtigung alle durch den Strukturfonds unterstützten Maßnahmen, und es werden entschlossene Anstrengungen unternommen, um die Koordination zu verbessern.

Gemeinschaftliche Operationen des ESF (Europäischer Sozialfonds), EFRE (Europäischer Fonds für regionale Entwicklung) und EAGFL (Europäischer Ausrichtungs- und Garantiefonds für die Landwirtschaft) helfen bei der Durchführung von Maßnahmen und stellen Einrichtungen zur Verfügung, die es Frauen ermöglichen, ihr Arbeits- und Familienleben miteinander zu vereinbaren (Kinderhorte, Kindergärten, außerschulische Aktivitäten, Verkehrsmittelanpassung in dünn besiedelten Gebieten usw.)


Die politische Bedeutung, die der Gleichberechtigung eingeräumt wird, zeigt sich auch in den Gemeinschaftsinitiativen (ADAPT, EMPLOYMENT, URBAN I, LEADER II, INTERREG II). Vor allem die Netzwerke, die Initiativen wie NOW oder LEADER zur Verfügung stehen, stellen ein hervorragendes Instrumentarium für Austauschpraktiken und die Vermittlung von Erfahrungen und Verfahrensweisen dar.

Durch die Unterstützung dieser verschiedenen Maßnahmen und die Stärkung der Gemeinschaftsinitiativen ermöglichen die Fonds die Erkennung und Verbreitung guter Arbeitspraktiken und helfen bei der Stärkung der Zusammenarbeit und Integration im Rahmen des neuen vierten Gemeinschaftsprogrammes für Gleichberechtigung (1996-2000).

In seiner Ansprache an die Konferenz betonte Herr Padraig Flynn, der für Beschäftigung und soziale Angelegenheiten zuständige Kommissar, daß ein Einstellungswandel hinsichtlich der Frage, wie Gleichberechtigung erzielt werden kann, zu verzeichnen [ist]. Es ist nicht länger angebracht, Gleichberechtigung ausschließlich als ein Frauenthema zu verstehen. Bei der Gleichberechtigung geht es um Frauen und Männer und die zwischen ihnen bestehende Partnerschaft." Darüber hinaus rief er die Mitgliedstaaten dazu auf, das Potential der Strukturfonds (über 170 Mrd. ECU im Zeitraum 1994 - 1999) zu nutzen, um die Fähigkeit der Union zur Förderung von Gleichberechtigung entscheidend zu erweitern."

An der Konferenz nahmen 300 Delegierte teil, darunter Vertreter der nationalen Regierungen, regionalen und lokalen Behörden, Mitglieder nationaler Parlamente, Sozialpartner, nichtstaatliche Organisationen und verschiedene Fachleute auf dem Gebiet.


Quelle: Europäische Kommission, Dienst des Sprechers
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