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Kommission kündigt intensivere Forschungsbemühungen im Bereich von BSE an

Frau Edith Cresson, Kommissarin für Forschung, und Herr Franz Fischler, Kommissar für Landwirtschaft, haben angekündigt, daß die Forschung auf Gemeinschaftsebene im Bereich von BSE (Bovine Spongioforme Encephalopathie oder "Rinderwahnsinn") und dem Creutzfeldt-Jakob-Syndrom (C...
Frau Edith Cresson, Kommissarin für Forschung, und Herr Franz Fischler, Kommissar für Landwirtschaft, haben angekündigt, daß die Forschung auf Gemeinschaftsebene im Bereich von BSE (Bovine Spongioforme Encephalopathie oder "Rinderwahnsinn") und dem Creutzfeldt-Jakob-Syndrom (CJS) erweitert und verstärkt werden soll.

Die Kommission wird Maßnahmen ergreifen, um die Koordination der in den Mitgliedstaaten durchgeführten Arbeit zu verbessern, damit eine Wiederholung der Arbeit vermieden wird und die Ressourcen auf effiziente und produktive Weise genutzt werden.

Zur Unterstützung dieses Vorhabens hat die Kommission für Ende Mai eine Tagung der Generaldirektoren der nationalen Forschungsministerien der Mitgliedstaaten einberufen. Die Kommission hat in Zusammenarbeit mit europäischen Experten für BSE und Prion-Krankheiten drei Bereicheermittelt, in denen die Forschungsarbeiten verstärkt werden sollen:

- Europäische epidemiologische Beobachtung von Häufigkeit, Dynamik und geographischer Verteilung von übertragbaren Encephalopathien menschlichen und tierischen Ursprungs;
- An den pathologischen Prozessen beteiligte Träger und Mechanismen;
- Therapeutische Möglichkeiten für anerkannte Prion-Krankheiten.

Eine Arbeitsgruppe wurde eingerichtet, um die Forschung über BSE zu überprüfen und präzise wissenschaftliche Prioritäten für gemeinschaftliche Forschungsprojekte vorzuschlagen.

Die Forschungsprogramme der Gemeinschaft haben bereits einen beträchtlichen Beitrag zur Arbeit über BSE und CJS geleistet. Seit 1991 haben die FTE-Rahmenprogramme der Gemeinschaft 4 Millionen ECU bereitgestellt. 1995 wurden im Rahmen der spezifischen FTE-Programme in den Bereichen Biomedizin und Gesundheit (BIOMED) und Biotechnologie (BIOTECH) mehrere Projekte in Angriff genommen. Im Verlauf von 1996 werden sowohl im Rahmen dieser beiden Programme als auch im Rahmen des Forschungsprogramms für Landwirtschaft und Fischerei (FAIR) weitere Aufrufe für Projekte erfolgen.

Überdies hat die Kommission wissenschaftliche Tagungen zu diesem Thema finanziert, darunter eine Tagung, die am 3. und 4. Mai 1996 in Edinburgh, Großbritannien, unter Einbeziehung des europäischen epidemiologischen Beobachtungsnetzes für CJS stattfindet. Das Netz selbst wird über das Vierte Rahmenprogramm finanziert.


Quelle: Europäische Kommission, Dienst des Sprechers
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