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Programm für Telematik-Anwendungen: Vorläufige Ergebnisse des dritten Aufrufs zur Einreichung von Vorschlägen

Insgesamt 58 Projektvorschläge mit 514 Beteiligten aus 20 Ländern sind infolge des dritten Aufrufs zur Einreichung von Vorschlägen für FTE-Maßnahmen unter dem Programm für Telematik-Anwendungen des Vierten Rahmenprogramms eingegangen.

Der Aufruf, der sich auf den Sprachtechni...
Insgesamt 58 Projektvorschläge mit 514 Beteiligten aus 20 Ländern sind infolge des dritten Aufrufs zur Einreichung von Vorschlägen für FTE-Maßnahmen unter dem Programm für Telematik-Anwendungen des Vierten Rahmenprogramms eingegangen.

Der Aufruf, der sich auf den Sprachtechniksektor des Programms für Telematik-Anwendungen bezog, ist von der GD XIII der Europäischen Kommission am 15. September 1995 veröffentlicht und am 15. Januar 1996 abgeschlossen worden. Obwohl er sich auf alle in dem Arbeitsprogramm dieses Sektors angegebenen Aufgaben erstreckte, gab der Aufruf innovativen Pilotprojekten mit einem weitem europäischen Anwendungsbereich, einer starken Nutzerorientierung und einem deutlichen Einsatz- und Nutzungspotential den Vorzug.

Die Projekte sollen die Festigung neuartiger Sprachtechnologien und deren Integration in multimediale Informations- und Kommunikationsprodukte und -dienstleistungen fördern. Trotz des weiten Erfassungsbereichs des Aufrufs war beabsichtigt, daß sich die Projekte mit ausgesuchten Anwendungsaufgaben beschäftigen. Dazu gehören technische Urheberschaft, Dokumenten- und Multimediaabfrage, automatisierter Kundendienst, vernetzte Übersetzungsdienste und Fremdsprachenunterricht.

Insgesamt 58 Projektvorschläge sind einer technischen Prüfung unterzogen worden. Die geschätzten Gesamtkosten dieser Projekte belaufen sich auf etwa 135 Mio. ECU. Es wurde deutlich, daß die Teilnahme - mit einer Beteiligungshöhe von 38 % auf seiten der Universitäten und Forschungszentren, 62 % seitens der Industrie (einschließlich KMU) und der Nutzerorganisationen - recht ausgewogen war. 43 der 58 Konsortien standen unter der Leitung von Teilnehmern aus dem Anwender-/Industriebereich oder dem Bereich der Verwaltung und öffentlichen Dienstleistungsbetriebe.

Es ist dem Aufruf gelungen, das Interesse des Privatsektors, einschließlich IT-Unternehmen, Telekommunikationsbetreibern und -geräteherstellern, Presse- und Mediengruppen, auf Sprachtechnologie und natürliche Sprachentwicklung spezialisierter Unternehmen usw., zu wecken. Darüber hinaus meldeten sich auch Nutzerorganisationen, zu denen auch - aber nicht ausschließlich - Verwaltungen, öffentliche Versorgungsbetriebe, Banken und Versicherungsgesellschaften sowie Dienstleistungs- und Fertigungsgewerbe (einschließlich Luftfahrt-, Automobil-, Elektronikunternehmen usw.) gehörten.

11 der 58 bewerteten Vorschläge (mit 118 Beteiligten) kamen in die Vorauswahl, und 5 Projekte (mit 52 Beteiligten) wurden auf die Reserveliste gesetzt. Die für die Vorschläge beantragte Finanzierung belief sich auf 28 Mio. ECU. Der für Projekte im Rahmen dieses Aufrufs bereitgestellte Etat beträgt jedoch nur 12 Mio. ECU, was bedeutet, daß ein Betrag von etwa 20 Mio. ECU für den nächsten Aufruf im Bereich des Sprachtechniksektors verbleibt.

Die endgültige Entscheidung des Telematikprogramm-Ausschusses wird Ende April 1996 erwartet, gefolgt von der Vertragsvergabe Mitte Juli und ersten Zusammenkünften im September. Die Namen der erfolgreichen Projekte und nähere Einzelheiten über die Konsortien werden zu gegebener Zeit veröffentlicht werden.


Quelle: Europäische Kommission, GD XIII
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