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Technisches EGKS-Programm "Kohleforschung" für die Bereiche Bergbautechnik und Kohlenutzung

Die Europäische Kommission, GD XVII, hat eine Aufforderung zur Einreichung von Projektvorschlägen für das technische EGKS-Programm "Kohleforschung" für die Bereiche Bergbautechnik und Kohlenutzung veröffentlicht.

Aufgrund der vorhersehbaren Engpässe im EGKS-Forschungshaushalt hat die Kommission beschlossen, das Programm für 1997 auf eine kleine Zahl vorrangiger Themen auszurichten, die zum verbesserten Umweltschutz sowie zur erhöhten Effizienz in der Senkung von Schadstoffemissionen (einschl. CO2) beitragen und auf eine bessere Wettbewerbsfähigkeit der Kohle abzielen. Projekte müssen von Personen oder Organisationen aus mindestens zwei oder vorzugsweise mehr Mitgliedstaaten der Union vorgeschlagen und durchgeführt werden, wobei besonderer Wert auf den Ergebnis- und Erfahrungsaustausch zwischen den Partnern während der Durchführung des Projekts gelegt wird.

Finanzielle Unterstützung kann für zielgerichtete Projekte in den nachstehend aufgeführten Bereichen beantragt werden:

Kostensenkung durch Hochleistungsstrebe;
- Ausweitung geotechnischer Studien und Entwicklung von Gebirgsverankerungstechniken für den europäischen Steinkohlenbergbau;
- Kostengünstiger Hochleistungsvortrieb;
- Steuerung mobiler Maschinen;
- Verbesserung der Untertage-Kommunikationssysteme;
- Auswirkungen der Bergbautätigkeit auf die Umwelt;
- Kosteneffizienz bei der Prospektion von Kohlevorkommen;
- Verbesserung der Aufbereitung, der Veredlung und der weiteren Behandlung von Kohle einschließlich:
. Optimierung der Kohleaufbereitung, insbesondere im Hinblick auf Entwässerung, Mischung und Brikettierung;
. Verbesserung der Kohlereinigungsverfahren;
. Vermeidung von Oxidation und Selbstentzündung bei der Lagerung und der weiteren Behandlung;
. Verbesserung der Mahlverfahren und der Kohlestrommessung und -steuerung bei Brennstoffabfeuerungen;
. Entwicklung von Verfahren für den sauberen und effizienten Einsatz minderwertiger Kohle;
. Bessere Kontrolle des Verkokungsprozesses, einschließlich:
. Bekämpfung der umweltschädigenden Auswirkungen von Emissionen flüchtiger Partikel;
. Bekämpfung der Auswirkungen von Geruchsbelästigung bei der Freisetzung mehrkerniger aromatischer Kohlenwasserstoffe (PAH) und flüchtiger organischer Verbindungen (VOC) bei der Koksproduktion und der Gewinnung von Nebenprodukten;
. Verlängerung der Lebensdauer von Koksöfen durch Kontrolle des Ofenwanddrucks;
. Verbesserung der Koksofenleistung sowie Optimierung von Kosten und Qualität bei Hochofenkoks;

- Bewertung von Emissionen und Entwicklung von Emissionsminderungstechniken, insbesondere:
. Entwicklung und Bewertung von Emissionsminderungstechniken für Spurenmetalle, Alkalien, Chlor, flüchtige organische Verbindungen (VOC), Schwefelwasserstoff und Feinpartikel;
. Neue Technologien zur NOx- und SOx-Minderung und Anwendung vorhandener Technologien bei neuen Kohleverarbeitungsverfahren;
. Verbesserte kostengünstige Sorbentien, Eindüsung von Sorbentien nach dem Feuerraum und katalytische Rauchgasreinigung bei niedrigen Temperaturen;
. Verbesserung der Kenntnisse über die Umwandlungseigenschaften der Kohle und die Freisetzung von Schadstoffen;
. Entwicklung und Bewertung fortschrittlicher Analyseverfahren für gasförmige Emissionen;

- Verbesserte Leistungsfähigkeit und Senkung der Betriebskosten von Kohleverbrennungsanlagen durch:
. Kohlemischung;
. Kontrolle der Ruß- und Schlackenbildung;
. Materialoptimierung im Hinblick auf Korrosions- und Erosionsfestigkeit;
. Anwendung neuer Modellierungsverfahren (Tomographie, Fuzzy-Logik, Neuralnetze), Diagnosewerkzeuge (Selbstdiagnose) und Meßverfahren;
. Entwicklung eines Vorhersageverfahrens für die Leistungskennwerte der Kohle sowie Aufstellung entsprechender Verfahrensnormen;

- Anwendung fortschrittlicher Modellierungsverfahren, insbesondere in folgenden Bereichen:
. Kontrolle der Emissionen und z.B. Einsatz von Neuralnetzen zur emissionsangepaßten Kontrolle der Verbrennung;
. Steigerung der Effizienz;
. Bessere Erforschung der Verfahren und Steigerung der Berechenbarkeit;
. Wirksamkeit der durch Betriebsdaten gestützten Prozeßkontrolle;

- Bessere Wettbewerbsfähigkeit der Kohle durch Parallelverarbeitung.

Auch wenn der Schwerpunkt auf die kooperative Forschung gelegt wird, werden im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel auch weiterhin Projekte unterstützt, deren erste Phase bereits gefördert wurde und bei denen nachweislich von vornherein beabsichtigt war, Mittel für die weiteren Projektphasen zu beantragen. Außerdem werden Projekte berücksichtigt, die laufende kooperative Forschungsarbeiten ergänzen. Die Unterstützung beträgt normalerweise 60% der zuschußfähigen Gesamtkosten der ausgewählten Projekte.

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Fossile Brennstoffe
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