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INFO2000: Hochwertige europäische Multimedia-Inhalte

Die Europäische Kommission, GD XIII, hat eine Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen für Projekte zur Anregung der Entwicklung hochwertiger europäischer Multimedia-Inhalte in der Informationsgesellschaft veröffentlicht.

Im Rahmen der Entscheidung des Rates vom 20.5.1996 (ABl. Nr. L 129/24 vom 30.5.1996) über ein mehrjähriges Gemeinschaftsprogramm zur Anregung der Entwicklung einer europäischen Industrie für Multimedia-Inhalte und zur Förderung der Benutzung von Multimedia-Inhalten in der entstehenden Informationsgesellschaft (INFO 2000) möchte die Kommission Projekte unterstützen, die auf die Entwicklung hochwertiger europäischer Multimedia-Inhalte eine Katalysatorwirkung ausüben.

Deshalb fordert die Kommission zur Einreichung von Vorschlägen für Pilotprojekte auf, die dazu beitragen, daß in Europa die Kompetenz zur Herstellung mehrsprachiger, interaktiver Multimedia-Informationsprodukte geschaffen wird; dabei soll auf den reichen Beständen an europäischen Inhalten aufgebaut und gezeigt werden, wie technische, kulturelle, marktbedingte und sonstige Barrieren überwunden werden können, die dem Wachstum einer europäischen Informationsindustrie im Wege stehen. Bei den Projekten soll es um europäische Multimedia-Produkte gehen, die den Eigenheiten von Sprache und Kultur Rechnung tragen.

Die Projekte müssen sich mit Fragen des Angebots an Multimedia-Informationsinhalten in einem der nachfolgenden Bereiche befassen: wirtschaftliche Nutzung des europäischen Kulturerbes, Wirtschaftsinformation für Unternehmen, insbesondere KMU; Organisation und Nutzung geographischer Information; Nutzung wissenschaftlicher, technischer und medizinischer Information.

Zunächst werden ausgewählte Projekte in einer sechsmonatigen Definitionsphase gefördert; sie dient der Marktforschung, der Technologiebewertung, dem Erwerb von Rechten sowie der Erstellung eines Prototyps, eines Arbeitsmodells oder eines sonstigen Demonstrationsergebnisses. Nach Bewertung der Resultate aus der Definitionsphase werden einige Projekte anschließend in einer Durchführungsphase unterstützt.

Die Gemeinschaftsförderung beträgt in der Regel 40 % der angefallenen Kosten. Dieser Satz kann sich auf 50 % erhöhen, wenn ein beteiligter Partner in einer strukturschwachen Region angesiedelt ist oder wenn es sich um ein kleines Unternehmen handelt. In der Definitionsphase beträgt die maximale Förderung 100 000 ECU. In der Durchführungsphase können die Projekte mit bis zu 500 000 ECU bezuschußt werden. In Ausnahmefällen kann ein höherer Maximalbetrag (bis zu 1 000 000 ECU) beschlossen werden.

Dieser Aufruf richtet sich an juristische Personen aus dem privaten oder öffentlichen Sektor mit Sitz im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR). Sämtliche Projekte müssen eine transnationale Ausrichtung haben, auf den Zugang zu mehrsprachiger Information abzielen und beispielhaft sein für grenzüberschreitende Zusammenarbeit.

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