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Kommission verabschiedet neues, integriertes Programm für KMU

Nach einem Vorschlag von Christos Papoutsis, dem Kommissar für Unternehmenspolitik, hat die Kommission ein integriertes Programm für KMU verabschiedet. Dieses Programm folgt direkt auf den Europäischen Vertrauenspakt für Beschäftigung. Ziele des Programms sind die Erleichterun...
Nach einem Vorschlag von Christos Papoutsis, dem Kommissar für Unternehmenspolitik, hat die Kommission ein integriertes Programm für KMU verabschiedet. Dieses Programm folgt direkt auf den Europäischen Vertrauenspakt für Beschäftigung. Ziele des Programms sind die Erleichterung von Koordinierung und Kohärenz, sowie die bessere Sichtbarmachung der Gesamtanstrengungen für europäische KMU und den Handwerkssektor.

Mit diesem Programm soll eine Verbesserung gegenüber den bereits früher von der Kommission und den Mitgliedstaaten ergriffenen Initiativen und Maßnahmen erreicht werden, weil diese teilweise ihr Ziel verfehlen oder für KMU nicht ohne weiteres greifbar sind. Das Programm gewährleistet eine engere Zusammenarbeit aller auf gemeinschaftlicher, einzelstaatlicher oder regionaler Ebene an der KMU-EntwicklungBeteiligten. Allerdings soll es nicht die verschiedenen, auf einzelstaatlicher oder gemeinschaftlicher Ebene ergriffenen Maßnahmen ersetzen. Es soll auch den Entscheidungsprozess in bezug auf diese Maßnahmen nicht stören.

Das Programm ist eine Aktualisierung und Weiterentwicklung des integrierten Programms von 1994 und soll die neuen Prioritäten berücksichtigen, die mit dem KMU-Papier von Madrid gesetzt wurden. Es soll auch helfen, die Ziele zu erreichen, die im Europäischen Vertrauenspakt für Beschäftigung gesetzt wurden und die Schlußfolgerungen des Europäischen Rats bei seiner Sitzung in Florenz berücksichtigen.

Bei diesen Prioritäten und Zielen handelt es sich um folgende:

- Vereinfachung und Verbesserung des geschäftlichen Verwaltungs- und Vorschriftenrahmens für Unternehmen;%- Verbesserung des finanziellen und steuerrechtlichen Umfelds für Unternehmen;
- Unterstützung von KMU bei der "Europäisierung" bzw. Internationalisierung ihrer Strategien, insbesondere durch bessere Informationsdienste;
- Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit von KMU und Verbesserung der Zugriffsmöglichkeiten in den Bereichen Forschung, Innovation, Informationstechnologien und Berufsbildung;
- Förderung des Unternehmergeists und Unterstützung spezifischer Zielgruppen.

Für die Erreichung dieser Ziele sieht das Programm drei Aktionsarten vor: Konzertierte Aktionen mit dem Mitgliedstaaten; Beiträge der EU im Rahmen der bereits bestehenden unternehmenspolitischen Maßnahmen (d.h. Drittes Mehrjähriges Programm für KMU (1997-2000), ein wesentlicher Bestandteil des integrierten Programms); im Rahmen anderer gemeinschaftlicher Politiken beschlossene Maßnahmen (d.h. Strukturfonds, Forschung und technische Entwicklung, Europäische Investitionsbank, Europäischer Investitionsfonds).

Während das neue integrierte Programm auf der gleichen Methodik beruht wie das Programm von 1994 (d.h. mehrjähriges Programm, konzertierte Aktionen, Aktionen im Rahmen der gemeinschaftlichen Politik), sieht es auch eine Vielzahl neuer Maßnahmen vor, darunter:

- Konzertierte Aktionen: Zugang von KMU zur Informationsgesellschaft, Unternehmerforum, Forum für Handwerk und kleine Betriebe, Handelsforum;
- Andere Aktionen im Rahmen der gemeinschaftlichen Politik: Initiative zur Vereinfachung der Rechtsbestimmungen des Binnenmarkts (SLIM), garantierte Darlehen für die Beschäftigungsinitiative (ELISE), Unterstützung von KMU durch Kapitalbeteiligung des Europäischen Investitionsfonds, Einführung eines "Euro"-Instruments für zwischenstaatliche Investition innerhalb der EU, Unterstützung für internationale Zusammenarbeit, Innovation bei KMU und marktorientierte technologische Entwicklung.


Quelle: Europäische Kommission, Dienst des Sprechers
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