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Gemeinsames Positionspapier FEICRO-EACRO über KMU im Fünften Rahmenprogramm

Der Verband europäischer Organisationen für kooperative Industrieforschung (FEICRO) hat in Zusammenarbeit mit dem Verband europäischer Forschungszentren (EACRO) seine Ansichten und Empfehlungen in einem Positionspapier über "KMU im Fünften Rahmenprogramm" veröffentlicht.

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Der Verband europäischer Organisationen für kooperative Industrieforschung (FEICRO) hat in Zusammenarbeit mit dem Verband europäischer Forschungszentren (EACRO) seine Ansichten und Empfehlungen in einem Positionspapier über "KMU im Fünften Rahmenprogramm" veröffentlicht.

Das Dokument enthält Vorschläge für eine weitere Verbesserung von Programmen des Typs CRAFT im Fünften Rahmenprogramm, mit dem Ziel der Erhöhung des Zugangs zu europäischen FTE Aktivitäten.

FEICRO und EACRO sind der Ansicht, daß das Fünfte Rahmenprogramm sich auf die positiven Erfahrungen des Vierten Rahmenprogramms stützen und diese weiter ausbauen sollte. Dabei wird jedoch betont, daß zunächst einmal verschiedene KMU-spezifische Probleme in Angriff genommen werden müssen. Insbesondere wird hervorgehoben, daß die Mehrzahl der KMU nicht über die Verwaltungskapazität verfügt, um die Verfahrensabläufe durchzuführen, die von ihnen hinsichtlich der Verwaltung europäischer FTE Konsortien erwartet werden. Außerdem entspricht das Innovationskriterium - welches verlangt, daß die FTE Ergebnisse über den derzeitigen Stand der Technik hinausführen - nicht den echten Bedürfnissen der meisten KMU. Das Problem der langen Antrags- und Projektvorlaufzeiten darf ebenfalls nicht außer Acht gelassen werden, die im Konflikt mit dem Bedürfnis der KMU stehen, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu beschleunigen und zu verbessern.

FEICRO und EACRO würden daher einen zweigleisigen Ansatz begrüßen, der sowohl das derzeitige Prinzip der bahnbrechenden Innovation als auch die KMU-orientierte, schrittweise FTE umfaßt, die sich auf die Anpassung der allerneuesten Technologie an die spezifischen KMU-Erfordernisse konzentriert.

Vor allem würden FEICRO und EACRO die Umsetzung der folgenden sechs Kernmaßnahmen begrüßen:

- Verbesserung der Koordination zwischen den einzelnen FTE-Programmen der EU, damit die KMU ein besseres Verständnis bzw. besseren Zugang hinsichtlich derjenigen Programme erhalten, die ihren Bedürfnissen am besten gerecht werden;
- verstärkte Dezentralisierung der einleitenden Antrags- und Auswertungsverfahren zwecks Verkürzung von Vorlaufzeiten;
- Zulassung von Vermittlern mit nachweislichem Erfolg in Industriekarrieren - wie z.B. Industrieforschungs-und Technologie-Organisationen (IRTO) zur Identifizierung und Formulierung von KMU-spezifischen Forschungsbedürfnissen im Namen ihrer Kunden;
- Zulassung von IRTO und anderen KMU-orientierten Forschungsorganisationen zur Unterbreitung und Verwaltung KMU-spezifischer FTE-Projekte;
- Einführung eines "kollektiven Forschungs-"Programms, damit KMU-orientierte Forschungsorganisationen gemeinsame grenzübergreifende Forschung über gemeinsame KMU-spezifische FTE-Erfordernisse betreiben können;
- Sicherstellung angemessener finanzieller Ressourcen für KMU-spezifische Programme und Projekte, wobei zu bedenken ist, daß den meisten KMU nur begrenzte Ressourcen zur Verfügung stehen.

Das Positionspapier FEICRO-EACRO wird zur Zeit unter den Mitgliedern der beiden Verbänden zwecks Diskussion und Stellungnahme verteilt.


Quelle: FEICRO
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