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Kommission billigt Mitteilung zu FTE-Kooperation mit wachsenden Wirtschaftssystemen

Die Europäische Union soll engere wissenschaftliche Kooperation mit den wachsenden Wirtschaftssystemen der Welt fördern - so lautet die Kernaussage einer Mitteilung an den Ministerrat und das Europäische Parlament, welche die Europäische Kommission auf Ersuchen von Frau Edith ...
Die Europäische Union soll engere wissenschaftliche Kooperation mit den wachsenden Wirtschaftssystemen der Welt fördern - so lautet die Kernaussage einer Mitteilung an den Ministerrat und das Europäische Parlament, welche die Europäische Kommission auf Ersuchen von Frau Edith Cresson, der für Forschungspolitik zuständigen Kommissarin, soeben gebilligt hat.

Die wachsenden Wirtschaftssysteme der Welt - also Länder, in denen sich weitreichende Wirtschaftsreformen und rasche Industrialisierung vollziehen - bieten der Europäischen Union die einmalige Chance, vorteilhafte Beziehungen für die europäische Industrie anzuknüpfen und gleichzeitig die gesellschaftlich-wirtschaftliche Entwicklung der betroffenen Länder zu unterstützen. Einige dieser Nationen verfügen über ein riesiges Marktpotential und wachsen so schnell, daß dies gewaltige Konsequenzen für die Weltwirtschaft nach sich ziehen wird. Exemplarisch hierfür sind China, Indien und Brasilien.

Die derzeitige Mitteilung, die dem Ministerrat und dem Parlament später in diesem Jahr offiziell zugeleitet wird, schließt sich unmittelbar an die im vergangenen Jahr am 25. März 1996 vom Ministerrat verabschiedete Mitteilung über Perspektiven für internationale Zusammenarbeit im Bereich Forschung und technologische Entwicklung" an. Darin wurden mehrere Ländergruppen genannt, für die speziell zugeschnittene Kooperationspläne und -mechanismen benötigt werden, u. a. die Länder Mittel- und Osteuropas, des Baltikums, des Mittelmeerraums sowie die Neuen Unabhängigen Staaten der ehemaligen Sowjetunion.

Da in den wachsenden Wirtschaftssystemen immer noch einige für Entwicklungsländer charakteristische Merkmale anzutreffen sind, werden diese Aspekte weiterhin durch das unter dem Vierten Rahmenprogramm durchgeführte INCO-DC-Programm für wissenschaftlich-technische Zusammenarbeit mit Entwicklungsländern berücksichtigt. Für die boomenden High-Tech-Sektoren der wachsenden Wirtschaftssysteme ist jedoch ein ergänzender Ansatz gefragt, der Gegenstand der neuen Mitteilung ist. Ebenso wie im Verhältnis zu außereuropäischen Industrieländern sind gegenseitiger Vorteil und zu industrieller Zusammenarbeit führende FTE-Kooperation die tragenden Prinzipien. Durch den in der Mitteilung vorgestellten Aktionsplan sollen alle durch das Vierte FTE-Rahmenprogramm geschaffenen Möglichkeiten ausgeschöpft und parallel hierzu ein wesentlicher Schritt in Richtung FTE-Kooperation mit den wachsenden Wirtschaftssystemen vorbereitet werden.

Zu den für die kommenden drei Jahre geplanten Aktivitäten gehören eine Serie von Workshops in China, Indien, Brasilien und Mexiko zu den Themenbereichen Weltraumtechnologie, technische Seismologie und moderne Werkstoffe, gemeinsame Studien zur Festlegung einer Strategie für FTE-Zusammenarbeit mit den wachsenden Wirtschaftssystemen (China, Indien, Brasilien, Mexiko, Argentinien) sowie die Durchführung einer Pilotphase für den Austausch von Wissenschaftlern. Außerdem findet in Europa und in den wachsenden Wirtschaftssystemen selbst eine Aufklärungsaktion zur Förderung der Teilnahme dieser Schwellenländer an Forschungsprogrammen der Gemeinschaft statt.


Quelle: Europäische Kommission, Dienst des Sprechers
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  • Argentinien, Brasilien, China, Indien, Mexiko
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