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Task Force Multimedia und Lernprogramme" - Bericht

Die Task Force Multimedia und Lernprogramme" der Europäischen Kommission, die ihre Arbeit im März 1995 aufnahm, hat einen Bericht veröffentlicht, der eine Analyse der gegenwärtigen Lage der europäischen Industrie für multimediale Lehrprogramme enthält und Empfehlungen für eine...
Die Task Force Multimedia und Lernprogramme" der Europäischen Kommission, die ihre Arbeit im März 1995 aufnahm, hat einen Bericht veröffentlicht, der eine Analyse der gegenwärtigen Lage der europäischen Industrie für multimediale Lehrprogramme enthält und Empfehlungen für einen Aktionsplan der Gemeinschaft auf diesem Gebiet ausspricht.

Die Task Force kam bei der Analyse des multimedialen Lernprogramm-Sektors in Europa zu den folgenden Ergebnissen:

- Die Nachfrage nach multimedialen Lehrprogrammen in Familienhaushalten sowie die allgemeine Verfügbarkeit der Hardware wird zu einem Wachstum des Marktes in den 90er Jahren führen:
- Aufgrund der Struktur der kommerziellen Hersteller in Europa, zu denen vor allem kleinere Unternehmen gehören, fällt es diesen schwer, sich sowohl innerhalb als auch außerhalb Europas durchzusetzen;
- Es besteht ein großes Potential für die Anwendung multimedialer Lernprogramme in Primar- und Sekundarschulen; aufgrund der häufig unzureichenden Ausstattung und Lehrerausbildung können die Möglichkeiten jedoch nicht genutzt werden;
- Universitäten könnten Multimedia für das Fernstudiumangebot und für die Zusammenarbeit zwischen einzelnen Einrichtungen einsetzen; die mit der Nutzung verbunden Kosten stellen jedoch ein Hindernis für die Verbreitung im Hochschulbereich dar;
- Multimediale Lernprogramme können bei der beruflichen Bildung Anwendung finden; während Großunternehmen in der Lage sind, speziell auf ihre jeweiligen Anforderungen zugeschnittene Anwendungen zu nutzen, ist der Einsatz von Multimedia in KMU und Berufsbildungseinrichtungen aufgrund der damit verbundenen Kosten eingeschränkt.

Die Task Force hat einen Plan für Gemeinschaftsaktionen erstellt, der Vorgaben für den Multimedia-Zugang sowohl von Schülern, Lehrern, Universitäten und Erwachsenen festlegt. Hauptziel ist der Multimedia-Zugang für jedermann bis zum Jahre 2000.

Der Aktionsplan umfaßt Vorschläge für koordinierte Aktionen im Rahmen verschiedener Finanzierungsprogramme und -Instrumente der Gemeinschaft, darunter die folgenden:

- Spezifisches FTE-Programm im Bereich der Telematikanwendungen;
- Spezifisches FTE-Programm im Bereich der Informationstechnologien (ESPRIT);
- Spezifisches FTE-Programm im Bereich der zielgerichteten sozio-ökonomischen Forschung;
- Spezifisches FTE-Programm im Bereich der Ausbildung und Mobilität von Forschern;
- Gemeinschaftliches SOCRATES-Aktionsprogramm für Bildung;
- LEONARDO-DA-VINCI-Aktionsprogramm für die Umsetzung einer gemeinschaftlichen Berufsbildungspolitik;
- MEDIA-II-Programm für Ausbildung, Entwicklung und Vertrieb in der audiovisuellen Industrie Europas;
- INFO2000-Programm zur Entwicklungsförderung der Multimedia-Industrie;
- Strukturfonds;
- Transeuropäische Telekommunikationsnetzwerke;
- Programme für die Zusammenarbeit mit Drittländern.

Die Anhänge zu dem Bericht enthalten Informationen über die Zusammensetzung der Task Force, über die im ersten Tätigkeitsjahr der Task Force konsultierten Einzelpersonen und Organisationen sowie Beispiele für in den Mitgliedstaaten unter anderem auch mit Unterstützung gemeinschaftlich finanzierter Programme durchgeführte Multimedia-Projekte.


Quelle: Europäische Kommission, Generalsekretariat.
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