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EU unterstützt Schutz des brasilianischen Tropenwalds

Im Anschluß an Initiativen in Europa (Europäischer Rat von Dublin im Juni 1990) und auf G7-Ebene (Houston-Gipfeltreffen im Juli 1990) wurde ein Pilotprogramm zur Erhaltung des brasilianischen Tropenwalds lanciert. Das Programm, das von den brasilianischen Behörden in enger Zus...
Im Anschluß an Initiativen in Europa (Europäischer Rat von Dublin im Juni 1990) und auf G7-Ebene (Houston-Gipfeltreffen im Juli 1990) wurde ein Pilotprogramm zur Erhaltung des brasilianischen Tropenwalds lanciert. Das Programm, das von den brasilianischen Behörden in enger Zusammenarbeit mit der Weltbank und der Europäischen Kommission vorbereitet wurde, hat die Unterstützung brasilianischer Initiativen zur Formulierung und Anwendung einer dauerhaften Entwicklungspolitik für Tropenwälder, vor allem im brasilianischen Amazonas, zum Ziel.

Dieses Programm wird von Europa stark unterstützt: über 90 % der externen Finanzierung werden von der Europäischen Gemeinschaft und den Mitgliedstaaten, vor allem Deutschland, beigesteuert. Zur Zeit beträgt der direkte finanzielle Beitrag der Europäischen Gemeinschaft insgesamt 45,3 Mio. ECU. Dieser Beitrag unterstützt die folgenden Komponenten des Programms: Politik bezüglich natürlicher Ressourcen, Demonstrationsprojekte, gelenkte Forschung, abbaubare Ressourcen, Beobachtung und technische Hilfe. Es wurde auch ein Beitrag zum Rain Forest Trust Fonds (Regenwald-Anlagenfonds) beigesteuert, der zur Einleitung des Programms und zur Gewährleistung der Kohärenz zwischen den verschiedenen Komponenten gegründet wurde.

Neue Beiträge werden zur Zeit in Unterstützung der Komponenten "Umwelterziehung" und "Gelenkte Forschung" sowie in Form von technischer Hilfe vorbereitet. Die Gesamthöhe des direkten Beitrags der Gemeinschaft wird sich damit auf 56,6 Mio. ECU belaufen. Außerdem unterstützt die Gemeinschaft Projekte, die mit dem brasilianischen Programm in thematischen Bereichen wie der einheimischen Kartographie, Kommunikation und bestimmte Formen der Umweltverschmutzung (Quecksilber) assoziiert sind.

Die wichtigste Auswirkung dieses Programms war die Anregung einer neuen Entwicklungsstrategie für den Amazonas, es stellt aber auch ein handfestes Beispiel internationaler Koordination im Bereich von Umwelt und Entwicklung dar, wie es auf der Konferenz in Rio de Janeiro im Juni 1996 empfohlen wurde.


Quelle: Europäische Kommission, Dienst des Sprechers
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