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Jahresbericht 1996 über die FTE-Aktivitäten der Europäischen Union

Auf Initiative von Frau Edith Cresson, dem für Forschung und allgemeine und berufliche Bildung zuständigen Kommissionsmitglied, hat die Europäische Kommission den Jahresbericht 1996 über die Tätigkeiten auf dem Gebiet der Forschung und technologischen Entwicklung (FTE) der Eur...
Auf Initiative von Frau Edith Cresson, dem für Forschung und allgemeine und berufliche Bildung zuständigen Kommissionsmitglied, hat die Europäische Kommission den Jahresbericht 1996 über die Tätigkeiten auf dem Gebiet der Forschung und technologischen Entwicklung (FTE) der Europäischen Union angenommen. Der Bericht, der Tätigkeiten im Jahr 1995 behandelt, stellt eine erste Bilanz des Vierten FTE-Rahmenprogramms dar.

Auf einer statistischen Ebene zeigt der Bericht, daß 1995 etwa 28.000 Vorschläge für die spezifischen FTE-Programme eingereicht wurden, aus denen 2.660 Projekte mit 12.185 Teilnehmern ausgewählt wurden. Die Fördermittel der Gemeinschaft für diese Projekte beliefen sich auf etwa 2,033 Mrd. ECU. Die Zahlen lassen auch erkennen, daß das durchschnittliche Projekt sechs oder sieben Teilnehmer in über vier Mitgliedstaaten hat und einen Gemeinschaftsbeitrag von über einer Million ECU erhält.

Weiter weist der Bericht 1996 auf eine Anzahl bedeutender Innovationen im Vierten Rahmenprogramm hin: eine größere Berücksichtigung der Erfordernisse von Bürgern und der Wettbewerbsfähigkeit der Industrie, eine verstärkte Teilnahme der Industrie (besonderer Brennpunkt: die Beteiligung von kleinen und mittleren Unternehmen) und eine Vereinfachung von Verfahren. In diesem Zusammenhang gibt der Bericht an, daß der Anteil von Teilnehmern aus der Industrie 1995 zunahm (40 %, gegenüber 26 % im Jahr 1994) und der Anteil von teilnehmenden KMU ebenfalls zunahm (20 %, gegenüber 17 % im Jahr 1994).

Es wird besonders auf die Rolle der Task/Forces Forschung/Industrie hingewiesen, die Anfang 1995 eingerichtet wurden und zur Koordination der Forschungspolitik und zur Gewährleistung einer besseren Ausrichtung von Ressourcen auf die Erfordernisse von Industrie und Gesellschaft beigetragen haben.

Der Jahresbericht umreißt einige der in jedem der 18 spezifischen Programme durchgeführten Projekte und weist auf wichtige wissenschaftliche Fortschritte hin, die als Ergebnis von gemeinschaftlicher Finanzierung erzielt wurden, darunter: die Entschlüsselung des Hefegenoms, die Entdeckung eines Ersatzes für PVC und die Entwicklung eines Verfahrens zum Zerstören von die Ozonschicht bedrohenden FCKW.

In allgemeinerer Hinsicht bezeugt der Bericht die Rolle der FTE-Politik der Gemeinschaft bezüglich dem Beitrag zum Wachstum und zu der Schaffung von Arbeitsplätzen in Europa, vor allem durch ihren Beitrag zur Entwicklung beruflicher Bildung, vermehrter Wechselwirkung zwischen Wissenschaftlern und den Benutzern von Forschungsergebnissen und durch größere Zusammenarbeit auf einer europäischen Ebene.


Quelle: Europäische Kommission, Dienst des Sprechers
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