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Kommissar Papoutsis präsentiert die Aktivitäten der Kommission zugunsten von KMU

Anläßlich einer Konferenz über "Europäische Politik zugunsten kleiner und mittlerer Unternehmen", die vom 3. bis 4. Oktober 1996 in Bologna, Italien, veranstaltet wurde, beschrieb Herr Christos Papoutsis, der für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) zuständige Europäische Kom...
Anläßlich einer Konferenz über "Europäische Politik zugunsten kleiner und mittlerer Unternehmen", die vom 3. bis 4. Oktober 1996 in Bologna, Italien, veranstaltet wurde, beschrieb Herr Christos Papoutsis, der für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) zuständige Europäische Kommissar, die Rolle der Kommission bei der Unterstützung dieses Sektors.

Im Juli 1996 präsentierte die Kommission gemäß Aufforderung durch den Europäischen Rat von Madrid im Dezember 1995 ein neues "Integriertes Programm für KMU", in dem ein globales Rahmenwerk für alle Gemeinschaftsaktionen zugunsten von KMU dargelegt sind. Dadurch müßten die KMU Maßnahmen sowohl auf der Ebene der Gemeinschaft als auch auf einzelstaatlicher Ebene untermauert und eine bessere Koordination sowie ein intensiverer Informationsaustausch zwischen den Mitgliedstaaten gefördert werden. Darüber hinaus ergibt sich daraus ein Rahmenwerk für alle in Verbindung mit anderen horizontalen Gemeinschaftspolitiken (Forschungs- und Entwicklungsprogramme, Ausbildungsprogramme, Strukturfonds und Unterstützung seitens der verschiedenen Einrichtungen der Europäischen Investitionsbank) entwickelten KMU-Unterstützungsmaßnahmen.

Die Kommission ist sich der Schwierigkeiten bewußt, die sich kleinen und mittleren Unternehmen im Hinblick auf den Zugriff auf Geldmittel stellen sowie der negativen Auswirkungen, die sich daraus für die Internationalisierung ihrer Aktivitäten ergeben können. Aus diesem Grunde wurde ein Rundtisch von Bankiers und professionellen europäischen KMU-Organisationen organisiert, mit dem Ziel, Initiativen auszuarbeiten, die eine Verbesserung des Zugriffs von KMU auf Finanzierung durch Banken herbeiführen und die besten Geschäftsmethoden identifizieren. Der Abschlußbericht und die Empfehlungen dieses Rundtisches müssen der Kommission bis spätestens Ende November 1996 vorliegen.

Die Kommission hat ferner spezielle politische Aktionen durch das Dritte Mehrjährige Programm für KMU (1997-2000) entwickelt, das zur Zeit vom Rat diskutiert und hoffentlich bis zum Ende des Jahres verabschiedet wird. Das neue mehrjährige Programm bildet die gesetzliche und haushaltstechnische Basis für speziell auf KMU ausgerichtete Aktionen im Zeitraum 1997-2000. Es ermöglicht konkrete Aktionen, die dabei helfen werden, das Potential von KMU zur Arbeitsplatzbeschaffung voll zu nutzen.

Die im Rahmen des neuen Programms vorgeschlagenen spezifischen Aktionen gliedern sich in fünf vorrangige Zielgruppen:

- Vereinfachung und Verbesserung des geschäftlichen Umfelds in administrativer und vorschriftenpolitischer Hinsicht;
- Verbesserung des finanziellen Umfelds;
- Internationalisierung ihrer Strategien;
- Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit und des Zugriffs auf Forschung, Innovation sowie der allgemeinen und beruflichen Bildung;
- Förderung der Unternehmertätigkeit und Unterstützung spezieller Zielgruppen.

Die Kommission hat sich zu diesem Zweck zu einem dezentralen Ansatz entschlossen, und Mittler in ganz Europa haben sich verpflichtet, bei der Umsetzung der Binnenmarktziele zu helfen. Kommissar Papoutsis hob diejenigen Aspekte hervor, die seiner Meinung nach als bedeutende Vorteile dieses Ansatzes zu betrachten sind: "Zunächst einmal hat uns das in die Lage versetzt, vermittels der Aktivitäten von Unternehmen auf lokaler, regionaler und nationaler Ebene eine Strategie mit einer europäischen Dimension zu verfolgen. (...) Ferner sind dadurch die Weichen gestellt für die Verwirklichung unseres Vorschlags, die Euro Info Centres zu "First Stop Shops" zu machen, so daß sie zu einem ersten Kontaktpunkt für KMU werden, welche zwar Gemeinschaftsinformationen benötigen, aber noch keinen entsprechenden Mittler kennen.

Unternehmern bei der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zu helfen, ist ein weiteres Hauptziel der Kommissionsprogramme und der Partnerschaftseinrichtungen. EUROPARTENARIAT sowie INTERPRISE, BC-Net, BRE und die Euro Info Centers sind bewährte Instrumente, mit deren Hilfe Geschäftsleute mögliche Partner zur Zusammenarbeit in anderen Staaten ausfindig machen und mit ihnen Kontakt aufnehmen können.


Quelle: Europäische Kommission, Dienst des Sprechers
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