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Neues EU Programm für eine "Mehrsprachige Informationsgesellschaft"

Das geplante Programm unter der Bezeichnung "Mehrsprachige Informationsgesellschaft" (MLIS) wurde am 8. Oktober 1996 offiziell vom Rat der Industrieminisert der Europäischen Union (EU) verabschiedet. Der Vorschlag hatte zuvor die einstimmige Billigung des Europäischen Parlamen...
Das geplante Programm unter der Bezeichnung "Mehrsprachige Informationsgesellschaft" (MLIS) wurde am 8. Oktober 1996 offiziell vom Rat der Industrieminisert der Europäischen Union (EU) verabschiedet. Der Vorschlag hatte zuvor die einstimmige Billigung des Europäischen Parlaments und der anderen EU Institutionen erhalten, welche Anfang des Jahres konsultiert worden waren. Dabei wurde die Bedeutung dieser Initiative bei der Erfüllung von Erwartungen der Bürger in der gesamten Europäischen Union hervorgehoben.

Das Programm MLIS hat bei einem Etat von ECU 15 Mio eine Laufzeit von drei Jahren (1997-1999). Die spezifischen Ziele des Programms sind:

- Anregung von Verlegern und anderen Lieferanten von Lexika, Verfassungs- und Übersetzungsdiensten und -instrumenten für eine Reihe von Sprachen, diese über Netze verfügbar zu machen;
- Sensibilisierung von Unternehmen hinsichtlich der Notwendigkeit, auf die sprachlichen Merkmale ihrer jeweiligen Absatzmärkte in Europa und im Ausland eingehen zu können, und es dem/der BürgerIn zu ermöglichen, die von ihm/ihr benötigten Dienste in der jeweiligen Muttersprache in Anspruch nehmen zu können.

Durch das Programm werden insbesondere diejenigen Projekte unterstützt, die als Multiplikatoren für Investitionen der Gemeinschaft fungieren können. Europa verfügt über eine solide wissenschaftliche und technologische Basis auf dem Gebiet des Sprach-Engineering bzw. der Sprachverarbeitung, die durch Forschungs- und Entwicklungsprogramme der Gemeinschaft weiter untermauert wird. Der europäische Binnenmarkt gerät jedoch ins Hintertreffen, wenn es um die Nutzung der Fortschritte geht, die auf diesem Gebiet von der Forschung gemacht wurden. Es sind verstärkte Bemühungen vonnöten, um den Prozeß zu beschleunigen, durch den die neue Sprachverarbeitungstechnologie auf den Markt gebracht wird.

Der erste Aufruf zur Einreichung von Vorschlägen im Rahmen dieses Programms soll gegen Ende 1996 lanciert werden. Dabei sollen insbesondere der "Übersetzungssektor" und das Thema "Sprachgebrauch im kommerziellen Umfeld" angesprochen werden. Die Ergebnisse der finanzierten Projekte sollen systematisch erfaßt und in Form einer Zusammenstellung der besten Geschäftsmethoden präsentiert werden.


Quelle: Europäische Kommission, GD XIII
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